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BERLIN

 

04.07.2009

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05.07.2009 | Berlin (dpa)

Mode-Finale mit Boris Becker und Besucherrekord

Das passte: Boris Becker (41) hat sich mit seiner neuen Ehefrau Lilly (33) bei der Berliner Modewoche Brautmode angesehen. «Es hat mir sehr gut gefallen», sagte Becker am Samstag nach der Schau des Labels Kaviar Gauche.

Die Fashion Week ging am Abend mit einem Besucherrekord zu Ende. So viele Blumen gab es für die Modewoche wohl noch nie: Kritiker schwärmten von den gelungenen Schauen. Berlin hat sich als Modemetropole etabliert.

22 000 Besucher wurden gezählt, mit 33 Schauen hatte auch das Programm Rekordausmaße. Den Ritterschlag erhielt die fünfte Ausgabe der Fashion Week durch den Besuch von Kritikerin Suzy Menkes von der «International Herald Tribune», die sagte: «Berlin hat Mode im Blut.» Die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» titelte: «Schaut auf diese Mode!»

Endspurt Fashion Week
Fotos

Berlin im Zeichen der Mode

 

In der ganzen Stadt waren an den vier Tagen, an denen gleich mehrere Messen liefen, um die 100 000 Fachbesucher unterwegs. Taxifahrer, Restaurants und Hotels machten ein gutes Geschäft. Von der Finanzkrise war nicht viel zu spüren. Auch bei der ersten Ausgabe der Streetwear-Messe Bread & Butter auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof brummte es, nachdem der Mietvertrag für monatelangen Streit gesorgt hatte. Die Hangars waren eine spektakuläre Kulisse. «Es war sensationell», sagte Messechef Karl-Heinz Müller, ohne nähere Zahlen zu nennen.

Bei der Modewoche waren nicht nur rauschende Abendgarderobe und originelle Nachwuchskreationen zu sehen, sondern es war auch sonst viel zu gucken - von Wolfgang Joops Auftritt in seiner Boutique über die Untergrund-Modenschau in der U-Bahn bis zur Escada-Party auf der Museumsinsel. Viele Prominente kamen, darunter Diane Kruger, Adrien Brody und Sienna Miller. Ein Flop war der Besuch von Popstar Justin Timberlake bei der Bread & Butter. Weder von ihm noch von seiner Mode war viel zu erspähen.

Großes Modekino waren die Präsentationen von Sisi Wasabi, Boss Orange und Michael Michalsky. Michalsky zeigte am Freitagabend im Friedrichstadtpalast die Show zur Krise. Die Models liefen zur Musik von DJ Hell durch eine Theaterkulisse, die von der aktuellen Wirtschaftskrise und dem Börsenkrach der 20er Jahre inspiriert war. Die Bühnenbauten spiegelten eine Mischung aus Berlin und New York. Auf dem Boden lagen Aktienscheine, ein Motiv, das sich auch auf den Michalsky-Stoffen auf dem Laufsteg wiederfand. Als letztes luden die Designer Scherer Gonzáles und Kai Kühne am Samstagabend zur Schau.

Rockertochter Kelly Osbourne, die als Gast erwartet wurde, zeigte sich nicht. Auf dem Laufsteg bekam dafür ihr Freund, Model Luke Worrall, Szenenapplaus, als er für Designerin Sabrina Dehoff ein schwarzes Seidenoutfit vorführte. Der Blondschopf wird in der Branche als männliche Antwort auf Model Agyness Deyn gehandelt. «Süüüß», fanden ihn einige Zuschauerinnen.

Boris Becker löste mit seinem dritten Besuch bei der Fashion Week einen Riesenrummel aus. Zu früheren Modesünden bekannte er sich freimütig. «Ich habe mich ausprobiert», sagte Becker im Rückblick. Jetzt hat er seinen Stil gefunden, den er so einordnet: «sportlich-elegant».

www.mercedes-benzfashionweek.com

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