BERLIN
14.07.2009

Berlin, 14. 7. 2009
Trauriger Rekord: Katzennotstand im Tierheim Berlin
Trauriger Rekord zu Ferienbeginn: Die Tierhäuser im Tierheim Berlin in Falkenberg sind jetzt schon voll. Besonders dramatisch ist die Situation in den Katzenhäusern. Mit 630 Tieren ist in der „Stadt der Tiere“ jeder Platz besetzt. In den Katzenstuben des Tierheims am Hausvaterweg herrscht drangvolle Enge.
„Täglich nehmen wir bis zu 15 Katzen auf“, berichtet Wolfgang Apel, der Präsident des Tierschutzvereins für Berlin und des Deutschen Tierschutzbundes. Doch die Vermittlung der zu betreuenden Tiere gestaltet sich schwierig. Zur Zeit kommen nur wenig Tierfreunde, die eine Katze adoptieren möchten. Stattdessen häufen sich die Abgaben. Die Gründe sind vielfältig, Überforderung, Zeitmangel oder Umzug wird häufig angegeben. Es kamen in den letzten Tagen besonders viele Fundkatzen ins Tierheim, eine Katze wurde in einer Mülltonne gefunden, eine andere aus einer Wohnung gerettet, in der sie einfach zurückgelassen wurde. Zur Zeit sind auch einige junge Katzen und verschmuste Stubentiger in der Vermittlung. Noch schwerer haben es in diesen Zeiten die Katzen mit ausgeprägtem Charakter, die vor allem Menschen mit Katzenerfahrung suchen.
Die Ferienzeit ist eine ideale Zeit, um sich einen neuen Hausgenossen auszusuchen, sofern man die Zeit zu Hause genießt. Das neue Familienmitglied kann sich in Ruhe an die neuen Bezugspersonen und die Umgebung gewöhnen. Ein Ausflug ins Tierheim Berlin im Berliner Ortsteil Falkenberg und in die angrenzende Barnimer Feldmark ist darüber hinaus immer lohnenswert. Die Tiervermittlung des Tierheims hat in der Woche von 11-17 Uhr, am Wochenende von 11-16 Uhr geöffnet.
Viele Katzen werden auf der Homepage www.tierschutz-berlin.de vorgestellt. Neben Katzen herrscht zur Zeit auch im Kleintierhaus dichtes Gedränge. Auch in der Gesamtstatistik ist die Zahl der herrenlosen Zwei- und Vierbeiner gestiegen: Über 1.900 Tiere warten auf neue Besitzer, darunter 260 Hunde, 630 Katzen, 241 Kleintiere, 362 Vögel,10 Huftiere und 250 Schildkröten und Reptilien.




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