BERLIN
23.07.2009

23.07.2009 | Berlin (dpa)
Radriss zunächst ohne Folgen für Zugverkehr
Nach dem Radschaden bei einem Zug müssen Bahnfahrer im Regionalverkehr von Brandenburg und Berlin vorerst nicht mit Einschränkungen rechnen. Es gebe derzeit keinen Hinweis darauf, dass die Doppelstockwagen der betroffenen Baureihe DBuz(a) 747.3 aus dem Verkehr gezogen werden müssten, sagte ein Bahnsprecher am Donnerstag in Berlin. Die Berliner S-Bahn kann seit Montag wegen der Überprüfung von Rädern und Achsen nur ein Drittel ihrer Züge einsetzen. Das Unternehmen zeigte sich am Donnerstag mit dem Not- und Ersatzverkehr in der Bundeshauptstadt «recht zufrieden». «Das klappt ganz gut», sagte ein Sprecher. Nach wie vor seien die S-Bahnen in den Morgenstunden «relativ voll».
An einem Regionalzug vom Typ DBuz(a) 747.3 war nach Bahn-Angaben bei einer routinemäßigen Bremsprobe am 17. Juli in Wünsdorf im Kreis Teltow-Fläming ein Radscheibenriss festgestellt worden. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) untersucht derzeit den Vorfall. Dabei sollen die bei der Baureihe verwendeten Radsätze überprüft werden. Die Aufsichtsbehörde will außerdem feststellen, ob die Bahn die vom Hersteller empfohlenen Wartungsintervalle eingehalten hat. Nach Angaben der Bahn werden die betroffenen Wagen alle 3000 Kilometer untersucht.

Es handelt sich um Fahrzeuge, die in den 70er Jahren für die DDR-Reichsbahn gebaut und in den 90er Jahren modernisiert wurden. Insgesamt seien 85 dieser Wagen im Einsatz, allesamt in Ostdeutschland und 44 davon in Berlin-Brandenburg, sagte ein Bahnsprecher. Im Jahr 2011 sollen sie ausgemustert und durch neue Regionalzüge ersetzt werden. Bundesweit sind im Regionalverkehr mehr als 12 000 Fahrzeuge im Einsatz, darunter etwa 2200 Doppelstockwagen diverser Typen.
Über den Notfahrplan der Berliner S-Bahn, Sperrungen und Ersatzverbindungen mit Regionalzügen und Bussen informiert jetzt ein Flugblatt in drei Sprachen - auf Deutsch, Englisch und Polnisch. Es wird von Freitag an verteilt und kann auch im Internet abgerufen werden...




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