BERLIN
07.08.2009

06.08.2009 | Berlin (dpa)
S-Bahn-Pannen: Weiterer Manager muss gehen
Das Sicherheits- und Wartungs-Desaster bei der Berliner S-Bahn hat weitere personelle Konsequenzen. Gut einen Monat nach der kompletten Geschäftsführung muss nun auch der Leiter der Fahrzeug-Instandhaltung, Nils Fischer-Cornelsen, seinen Hut nehmen. Er wurde mit sofortiger Wirkung freigestellt, sagte ein S-Bahnsprecher am Donnerstag und bestätigte damit Informationen der rbb-Abendschau. Nachfolger wird der Bahnmanager Jürgen Strippel, der bereits bei der S-Bahn München für den Werkstattbereich zuständig war. Anfang Juli hatte die Deutsche Bahn schon die Geschäftsführung ihrer Tochter ausgetauscht.
Der S-Bahn-Verkehr in Berlin läuft seit Wochen mit Notfahrplan, weil das Management Sicherheitskontrollen ihrer Wagen versäumte. Nach einem Radscheibenbruch Anfang Mai wird auf Anordnung des Eisenbahn-Bundesamtes fast der gesamte Fahrzeugpark an Rädern und Achsen
überprüft. Erst Anfang Dezember soll es wieder einen normalen Betrieb geben.
Die Arbeitnehmervertreter der S-Bahn machen die bisherigen Stellenstreichungen etwa in den Werkstätten für die Qualitätsprobleme bei der S-Bahn verantwortlich. Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende, Volker Hoffmann, bestätigte Überlegungen, eine Betriebsversammlung zum Thema Personalabbau einzuberufen. Die S-Bahn, eine Tochter der Deutschen Bahn AG, hat in den vergangenen Jahren in erheblichem Umfang Personal abgebaut und beschäftigt gegenwärtig knapp 3000 Mitarbeiter.




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