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BERLIN

 

11.08.2009

12.08.2009 | Berlin (dpa/bb)

S-Bahn: Wieder Züge nach Potsdam, aber S 45 und S 85 fallen aus


Die von Mittwoch, dem 12. August 2009, geltenden Fahrplanverbesserungen bei der Berliner S-Bahn betreffen die Linien S 45 (Schönefeld-Hermannstraße) und S 85 (Grünau/Schöneweide-Waidmannslust) nicht. Sie fallen nach Angaben der S-Bahn Berlin GmbH weiterhin komplett aus. Dagegen gibt es wieder Züge, die nach Potsdam fahren. Auch auf der Stadtbahn, die zeitweilig zwischen Zoologischer Garten und Ostbahnhof vollständig eingestellt war, gibt es wieder mehr Züge. Seit dem 30. Juni ist der S-Bahn-Verkehr in der Hauptstadt wegen Sicherheitsprüfungen stark eingeschränkt worden. Der Normalbetrieb soll erst im Dezember wieder aufgenommen werden.

 

11.08.2009 | Berlin (dpa/bb)

S-Bahn: Nach Notverkehr weitere Entspannung

Für die leidgeprüften Fahrgäste der Berliner S-Bahn ist nach wochenlangem Notverkehr weitere Entspannung in Sicht. Von diesem Mittwoch an soll auf den beiden zentralen Achsen - der Stadtbahn und im Nord-Süd-Tunnel - im Schnitt wieder alle fünf Minuten ein Zug fahren. Das teilten die Bahn und Verkehrssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) nach einem dritten «S-Bahn-Gipfel» am Montag mit. Zwischen Olympiastadion und Spandau sollen die Züge alle zehn Minuten rollen. Während der Leichtathletik-WM vom 15. bis 23. August, zu der Tausende Gäste in der Hauptstadt erwartet werden, sollen Züge zudem nachts etwa eine Stunde länger fahren als üblich.

Für das sportliche Großereignis, bei dem täglich bis zu 60 000Besucher nach Charlottenburg gefahren werden müssen, könne die S-Bahn ein «adäquates Angebot» bereitstellen, sagte der neue S-Bahn-Geschäftsführer Peter Buchner. Ulrich Homburg, Personenverkehrs-Vorstand der Deutschen Bahn, betonte, am vergangenen Samstag beim Bundesliga-Spiel von Hertha BSC «die erste Nagelprobe» hinbekommen zu haben. «Wir sind zuversichtlich, dass wir auch die Herausforderung Leichtathletik-WM vernünftig abwickeln können», sagte Homburg.

Die Berliner S-Bahn verkehrt seit Wochen nur nach Notfahrplan, da nach einem Radscheibenbruch Anfang Mai auf Anordnung des Eisenbahn-Bundesamtes fast der gesamte Fuhrpark an Rädern und Achsen überprüft werden muss. Junge-Reyer sagte: «Auch wenn ein Normalbetrieb noch nicht möglich sein wird, erwarte ich von der S-Bahn nach dem Ferienende, dass die wichtigsten Strecken wieder auf einen 10-Minuten-Takt gebracht werden.»

Buchner sagte, von Mittwoch an sollten zusätzliche Züge auf dem Südring, nach Spandau und zwischen Gesundbrunnen und Priesterweg fahren. «Wir wollen alles dafür tun, um das Vertrauen der Berliner zu ihrer S-Bahn zurückzugewinnen.» Auch der Pendelverkehr zwischen Wannsee und Potsdam soll von Mittwoch beendet sein und die S1 wieder zwischen der brandenburgischen Hauptstadt und dem Berliner Zentrum fahren.

Derweil hat der Fraktions- und Landesvorsitzende der CDU, Frank Henkel, den S-Bahn-Vertrag zwischen dem Berliner Senat und der Bahn kritisiert. Nach Informationen des «Tagesspiegel» (Montag) soll darin keine Kündigungs-Klausel enthalten sein. Henkel bemängelte, der Vertrag sei 2004 «schlampig ausgehandelt worden, der Senat hat sich jeglicher Handlungsalternative selbst beraubt».

Junge-Reyer verteidigte indes die Verhandlungsführer um den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). «Man konnte damals nicht ahnen, dass die Qualität sträflich vernachlässigt wird», sagte sie. Gleichzeitig kündigte die Senatorin an, den bis 2017 laufenden Vertrag sowie Schadensersatzforderungen zu überprüfen. Berlin und Bahn hätten sich dazu auf einen «Fahrplan für
Nachverhandlungen» verständigt.

Parallel dazu bereite man bis 2011 aber auch eine Ausschreibung für die Zeit ab 2018 vor. Auch Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) sagte, es sei zu überlegen, «ob nicht
Wettbewerb bei der S-Bahn ein Beitrag zur Qualitätssicherung sein könnte».

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