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  • Berliner Rocker-Mord

BERLIN

 

14.08.2009

15.08.2009 | Berlin (dpa)

Noch keine Spur nach Berliner Rocker-Mord

 

Nach dem Mord in der Berliner Rockerszene gibt es bislang keine Spur von den Tätern. Trotz intensiver Ermittlungen im Rockermilieu gebe es noch keinen konkreten Tatverdacht, teilte ein Polizeisprecher am Samstag mit.

Im Stadtteil Hohenschönhausen war in der Nacht zum Freitag ein 33-jähriger Mann erschossen worden. Als Hintergrund werden Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Rockergruppen vermutet.

Die befürchteten Racheakte konnten nach Polizeiangaben bislang aber verhindert werden. Vor den einschlägigen Treffpunkten der Szene war die Polizei in der Nacht zum Samstag mit zahlreichen Beamten im Einsatz.

 


 

14.08.2009

Mord in Hohenschönhausen - die Polizei bittet um Mithilfe

 

Am 13. August 2009 wurde gegen Mitternacht in der Ernst-Barlach-Straße Ecke Warnemünder Straße ein 33-jähriger Mann durch Schüsse schwer verletzt, infolge derer er in Tatortnähe starb.

 

Das Opfer ist dem Rockermilieu zuzuordnen. Ersten Ermittlungen zufolge sollen die Schüsse aus einem Transporter erfolgt sein.

 

Die Fragen der Kripo:

  • Wann und wo wurde die abgebildete Person zuletzt gesehen?
  • Wer hat gegen Mitternacht Schüsse bzw. laute Knallgeräusche, ggf. Hilferufe oder Streitigkeiten, gehört?
  • Wer kann Angaben zu dem Transporter/kombi machen?
  • Wer kann Hinweise zur Tat oder auf den/die Täter geben?
  • Wer hat im Vorfeld der Tat verdächtige Beobachtungen gemacht?

 

Hinweise bitte an:

(Die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden können.)

 

Der Polizeipräsident in Berlin

Landeskriminalamt LKA 422

Tempelhofer Damm 12, 12101 Berlin

Tel.: (030) 4664 942200

oder jede andere Polizeidienststelle


14.08.2009 | Berlin (dpa)

Berliner Rocker auf offener Straße erschossen

Der jahrelange «Krieg» zwischen rivalisierenden Rockerbanden in Berlin hat ein Todesopfer gefordert. In der Nacht zu Freitag erschossen Unbekannte einen 33-jährigen Mann aus der Rockerszene auf offener Straße.

Die Polizei geht davon aus, dass der Mord im Zusammenhang mit den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Rockerbanden wie Hells Angels und Bandidos steht. Nach Informationen der «Berliner Morgenpost» ist das Opfer ein früheres Mitglied der Hells Angels, das sich den Bandidos angeschlossen hat. Die Berliner Polizei will mit umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen in den nächsten Tagen Racheakte verhindern.

Der 33-jährige Mann wohnte im Stadtteil Hohenschönhausen im Nordosten Berlins und wurde gegen Mitternacht in der dortigen Ernst- Barlach-Straße angeschossen. Blutend konnte er sich noch 200 Meter weit schleppen, bis er in der Egon-Erwin-Kisch-Straße zusammenbrach. Zeugen in einer benachbarten Plattenbausiedlung hörten die Schüsse und alarmierten die Polizei. Ein Notarzt versuchte vergeblich, den Schwerverletzten wiederzubeleben.

Fotos: dpa

 

Für die Tat selbst gebe es noch keine Zeugen, so die Polizei. Der Spurenlage nach sei es denkbar, dass der Mann aus einem fahrenden Auto erschossen wurde. Wieviele Schüsse abgefeuert wurden und ob der oder die Täter eine Pistole, ein Gewehr oder eine Maschinenpistole benutzten, wollte die Polizei nicht mitteilen.
 
Die Leiche sollte noch am Freitag obduziert werden. Die Ermittlungen übernahmen eine Mordkommission sowie Spezialisten für organisierte Kriminalität und Rockerkriminalität vom Landeskriminalamt (LKA). Möglicherweise soll auch eine Sonderkommission gebildet werden. Der Tatort war noch in der Nacht weiträumig abgesperrt worden.

Polizeisprecher Thomas Neuendorf kündigte an, dass die Polizei mit allen Mitteln Racheakte in der Rockerszene verhindern werde. Clubs und andere Treffpunkte der verfeindeten Rockerbanden sollen überprüft werden. Es sei aus der Erfahrung früherer Fälle zu befürchten, dass es sonst zu Angriffen kommen könnte. «Selbstjustiz darf nicht sein», sagte Neuendorf.

Der Bund deutscher Kriminalbeamter (BDK) warnte vor Vergeltungsaktionen in Berlin oder anderen Teilen Deutschlands. Für die Rocker sei klar, «in welchen Reihen der Täter zu suchen ist». Die Polizei müsse eine weitere Eskalation des «Rockerkrieges» verhindern, denn auch die Bevölkerung sei gefährdet.

Rockerbanden sind untereinander zum Teil tief verfeindet. Gruppen wie die Hells Angels und die Bandidos liefern sich auch in Deutschland seit Jahren einen blutigen Krieg mit Auftragsmorden und Überfällen. Auch in Berlin und Umgebung gab es in der Vergangenheit immer wieder Auseinandersetzungen rivalisierender Banden.

Im Nachbarland Brandenburg will die Polizei stärker als bisher die Rockerkriminalität bekämpfen. Beim Landeskriminalamt in Eberswalde arbeitet künftig eine elfköpfige Ermittlungskommission, die von Spezialisten in den beiden Polizeipräsidien Potsdam und Frankfurt (Oder) unterstützt wird. Die neuen Strukturen sind eine Reaktion auf die eskalierende Gewalt unter rivalisierenden Rockerbanden. Das Innenministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht der «Märkischen Allgemeinen».

Erst vor knapp zwei Wochen lieferten sich in Potsdam Mitglieder der Hells Angels und des Gremium Motorrad Clubs (MC) eine Schießerei. Dabei gab es drei Verletzte. Bei einem späteren Racheakt holten rund zehn Männer auf Motorrädern mitten im Zentrum Potsdams einen Mann aus seinem Auto und schlugen ihn zusammen. In Eberswalde gingen kürzlich Hells Angels und Chicanos bewaffnet aufeinander los.

Ein Sprecher des Brandenburger Innenministeriums betonte die gute Zusammenarbeit mit dem Nachbarland Berlin. Fast täglich würden zentral über das Landeskriminalamt Informationen ausgetauscht.

Fotos: dpa

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