BERLIN
03.02.2009

03.02.2009
Neue "Berliner Schnauze": Ameisenbärin "Benita" gedeiht prächtig
Innerhalb eines Jahres ist im Berliner Zoo zum zweiten Mal ein Ameisenbär mit "Berliner Schnauze" geboren und per Hand erfolgreich aufgezogen worden. Das Jungtier Benita kam bereits Mitte Dezember auf die Welt, wie der Zoo am Montag mitteilte. Mutter Griseline nahm erneut wenig Notiz von ihrem Nachwuchs. Wie bereits Bruder Adolpho, der im Mai 2008 auf die Welt kam, muss die kleine Ameisenbärin per Flasche von den Tierpflegern um Revierchef Thomas Messinger aufgepäppelt werden.
Mit einem Geburtsgewicht von 1300 Gramm wog Benita deutlich mehr als alle anderen nicht lange lebensfähigen Geschwister - Ausnahme Adolpho. Anders als der große Bruder sei der weibliche Ameisenfresser "bis heute wesentlich pflegeleichter", hieß es. Viermal täglich bekomme das kleine Tier mit der charakteristisch langen Schnauze zwischen 8.00 und 21.30 Uhr eine Flaschenmahlzeit von 60-70 Milliliter eines erprobten Milchersatzes, der voller Begeisterung aus der Flasche gesaugt werde. So bringe Benita nach gut sechs Wochen bereits 3,3 Kilogramm auf die Waage.
Am Dienstag wurde sie erstmals den Fotografen vorgestellt. Zoo-Besucher werden den kleinen Tragling (Ameisenbären lassen sich auf dem Rücken der Mutter, ersatzweise auch gerne vom Menschen spazieren tragen) noch nicht zu Gesicht bekommen, da die derzeit frostigen Temperaturen Ausflüge ins Freie verböten. Große Ameisenbären seien Bewohner tropischer südamerikanischer Gefilde, die sich leicht erkälten könnten. In ihrer Heimat sei die Art durch die Zerstörung ihrer Lebensräume und durch die Jagd gefährdet. Die Zucht in zoologischen Einrichtungen werde international koordiniert.




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