BERLIN
06.02.2009

05.02.2009
Schwerer Bagger soll nach Berliner Türsteher-Leiche graben
Nun muss ein schwerer Bagger ran. Fast sechs Meter grub die Polizei sich auf der Suche nach der Leiche eines Berliner Türstehers in die Tiefe - bisher ohne Erfolg. Nun soll an diesem Montag mit einem großen Bagger weiter gegraben werden, sagte Polizeisprecher Guido Busch am Freitag. Die Polizei sei sich "sicher", den Körper des vermutlich vor zwölf Jahren ermordeten Mannes an der Stelle im brandenburgischen Schildow zu finden. Man werde nun eine Firma beauftragen, das Loch zu verbreitern und Stützwände zu bauen. Sonst werde die Arbeit für die Polizisten und Männer vom Technischen Hilfswerk (THW) auf dem Boden der Grube zu gefährlich.
Der wohl ermordete Mann arbeitete zuletzt 1997 in der Diskothek "Paparazzi" nahe des Kurfürstendamms. Er soll Türke gewesen sein und sich illegal in Deutschland aufgehalten haben. Daher war sein Verschwinden jahrelang nicht aufgefallen.
Die aufwendige Suche läuft seit Dienstag. Bisher grub die Polizei auf einer Fläche von fünf mal zehn Metern teilweise bis zu 5,70 Meter tief. "Das THW stößt jetzt an seine Grenzen", sagte Busch. Ein sogenanntes Georadar zeigte nach Polizeiangaben einen Gegenstand in der Größe eines menschlichen Körpers tief in der Erde. Vermutlich liege die Leiche nur einen oder zwei Meter neben dem bisher
gegrabenen Loch in der entsprechenden Tiefe. Um dorthin zu gelangen, müsse aber erneut sehr viel Erde abgetragen werden, sagte Busch. Den Hinweis auf die vergrabene Leiche erhielt die Polizei offenbar von einem Mann, der damals an dem Mord beteiligt war. Die Leiche liege so tief, weil sie in einer schon ausgehobenen Baugrube vergraben worden sei, hieß es. An der Stelle steht inzwischen ein größeres Haus. Den Grabungen fielen bis jetzt eine Hecke und Teile des Nachbargartens zum Opfer, sagte Busch. "Aber die Anwohner erdulden das alles mit Gelassenheit."




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