BERLIN

28.09.2009 | Schönefeld (dpa)
Schönefelder Familiendrama - Kinder wohl betäubt
Die drei in einem Auto in Schönefeld verbrannten Kinder sind vermutlich vorher mit Medikamenten betäubt worden. «In ihren Mägen wurden Tabletten entdeckt», sagte der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Ralf Roggenbuck, am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Leichen der Sechs- bis Elfjährigen und ihrer Mutter waren vergangenen Donnerstag in einem ausgebrannten Auto entdeckt worden - die Ermittler gehen derzeit von einem Selbstmord aus.
Das vorläufige Obduktionsergebnis lässt laut Roggenbuck «den Schluss zu, dass die Kinder zum Tatzeitpunkt betäubt gewesen sind». Um was für Tabletten es sich handelt, muss noch die toxikologische Untersuchung ergeben. Bei der 48-jährigen Mutter fanden die Mediziner dagegen keine Medikamentenrückstände.
In der Wohnung der Berliner Familie hatten die Ermittler nach der Tragödie Abschiedsnotizen der Frau entdeckt. Außerdem lagen in dem ausgebrannten Auto Reste eines Benzinkanisters. Die 48-Jährige soll nach unbestätigten Angaben wegen Depressionen in ärztlicher Behandlung gewesen sein.




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