BERLIN

29.09.2009 | Berlin (dpa)
Handelskammer für Industrie am Flughafen Tegel
Die Berliner IHK hat die Ansiedlung von Industrieunternehmen auf dem Gelände des Flughafens Tegel nach dessen Schließung vorgeschlagen. Berlins vergleichsweise schwache Wirtschaftsentwicklung sei auch auf die immer noch zu geringe Zahl von Industriearbeitsplätzen zurückzuführen, sagte IHK-Präsident Eric Schweitzer am Dienstag bei der Vorstellung eines Positionspapiers seiner Kammer.
Durch die Innenstadtnähe biete das Flughafengelände die Chance, Unternehmen «mit der Berliner Forschungs- und Wissenschaftslandschaft zu verbinden». Es bestünde zudem die Möglichkeit, eine Industriefläche nahezu frei von Auflagen auszuweisen.

Besonders der zentrale Bereich des Flughafens biete sich dafür an, da dort Nutzungskonflikte zwischen Industrie und Wohnen durch entsprechende Abstandsflächen vermieden werden könnten. Tegel soll Mitte 2012 mit der Öffnung des neuen Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg International (BBI) geschlossen werden. Für das rund 400 Hektar große Areal hatte der Architekt Meinhard von Gerkan bereits die Errichtung einer Öko-Stadt vorgeschlagen. Gerkan ist auch der Erbauer des markanten Zentralgebäudes von Tegel.
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