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BERLIN

 

30.09.2009 | Berlin (dpa)

Berliner S-Bahn will großzügiger entschädigen


Die Berliner S-Bahn wird ihre Fahrgäste nun doch großzügiger für die seit Ende Juni anhaltenden Zugausfälle entschädigen. Über zusätzlich beschlossene Entschädigungsregelungen will die Deutsche Bahn an diesem Donnerstag auf einer Pressekonferenz informieren. Dann soll auch über die laufenden Ermittlungen zu den Verantwortlichkeiten bei dem S-Bahn-Desaster berichtet werden. Als Entschädigung hatte das Unternehmen bisher vorgesehen, Kunden im Dezember umsonst fahren zu lassen, wenn sie eine gültige Jahreskarte oder ein laufendes Abonnement haben.

Die Berliner Politik und Fahrgastverbände verlangten ein weitergehendes Entgegenkommen. Die S-Bahn in der Hauptstadt kann seit Ende Juni keinen normalen Betrieb mehr anbieten. Wegen technischer Mängel an Rädern und Bremsen wurden zeitweise drei Viertel des Fuhrparks aus dem Verkehr gezogen. Erst vom 13. Dezember an sollen die S-Bahn-Züge wieder nach dem regulären Fahrplan rollen.

Die S-Bahn ist eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Bahn. In der Berliner Politik wird dem Konzern parteiübergreifend vorgeworfen, die S-Bahn durch überzogene Gewinnabführungen heruntergewirtschaftet zu haben.

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