BERLIN
Berlin sagt Danke für ein tolles Sportjahr!
Die CHAMPIONS 2009!

05.12.2009 | Berlin (dpa)
Steffen und Abraham Berlins Sportler des Jahres
Zum dritten Mal hintereinander sind Schwimm-Olympiasiegerin Britta Steffen und Box-Champion Arthur Abraham Berlins Sportler des Jahres. Bei den Mannschaften siegte erneut Eishockey-Meister Eisbären Berlin. Zur Preisvergabe wurde am Samstagabend im Estrel Convention Center reichlich Prominenz erwartet.
Schwimm-Star Steffen und Abraham waren schon 2007 und 2008 jeweils auf Platz eins gewählt worden. «Zwei herausragende, sympathische Athleten unserer Stadt haben verdient gewonnen», sagte Landessportbund-Direktor Norbert Skowronek. «Bei Britta Steffen schätze ich besonders ihre Konstanz und Fähigkeit, bei den Top-Ereignissen stets in Top-Form zu sein. Darüber hinaus besticht sie durch ihre Natürlichkeit und Bescheidenheit. Sie ist ein echtes Vorbild für die Jugend», fügte der Funktionär hinzu.

Steffen, die in Peking 2008 zweimal Olympia-Gold gewann und in diesem Jahr zwei Weltmeister-Titel holte, gewann mit 7345 Punkten deutlich. Zweite wurde die Eissprint-Weltmeisterin und Weltcup-Gewinnerin Jenny Wolf (1748) vor der Golferin Lara Katzy (1670). Wegen ihrer Doping-Sperre wurde Eisschnellläuferin Claudia Pechstein aus der Vorschlagsliste gestrichen und kam nicht in die Wertung.
Boxer Abraham verdiente sich die Ehrung in diesem Jahr erneut mit bemerkenswerten Erfolgen. Gegen Lajuan Simon und Mahir Oral verteidigte er seinen Titel als IBF-Weltmeister im Mittelgewicht, legte danach den WM-Gürtel nieder und gewann am 17.Oktober durch K.o. seinen ersten Kampf im Supermittelgewicht gegen Jermain Taylor. Mit dem Rekordergebnis von 9851 Stimmen gewann er die Wahl hoch überlegen vor zwei Leichtathleten, dem Diskus-Weltmeister Robert Harting (3037) und dem WM-Fünften im 50-Kilometer-Gehen André Höhne (1090).

Dass Abrahams Mentor Ulli Wegner Trainer des Jahres mit 6036 Punkten wurde, überrascht nicht. Auch nicht, dass Uwe Neuhaus vom Zweitliga-Aufsteiger 1. FC Union (3047) und der Eisbären-Manager Peter John Lee (2758) ebenfalls weit vorn landeten.
Von der jüngsten Pleitenserie von Fußball-Bundesligist Hertha BSC, der noch im Mai von der Meisterschaft träumen durfte, profitierten bei der Sportlerwahl wohl die Eisbären. Die Kufencracks landeten mit 6294 Stimmen vor den Fußballern vom 1. FC Union (3431), den Handball-Füchsen Berlin (2653) und Hertha BSC (1814).
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