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BERLIN

 

Schöneberger im Tempodrom
Fotos
11.10.2009 | Berlin (dpa/bb)

Barbara Schöneberger begeisterte Berliner Publikum

Fernsehmoderatorin und Sängerin Barbara Schöneberger hat sich am Dienstag in ihrer Wahlheimat Berlin vom Publikum feiern lassen. Frech kokettierte sie mit Anekdoten über ihre Figur und räkelte sich im mit Pailletten besetzten grünen Abendkleid auf einem Flügel. Neben Songs ihres Albums «Nochmal, nur anders» gab die 35-Jährige Klassiker wie «My Heart Will Go On» von Celine Dion zum Besten - stilecht vor einer Windmaschine. In dem etwa zu drei Vierteln besetzten Tempodrom ging Schöneberger am Ende mit den Berlinern auf Tuchfühlung. «Nun fasst mich doch an, in Gottes Namen», forderte sie die Zuschauer auf.

Bei Songs wie «Denk' jetzt bitte an ein Nilpferd» oder «Ich steh' auf Jungs» sprühte Schöneberger förmlich vor Energie. Mit viel Glitzer und Glamour versuchte sie, ihr - wie sie sagte - «tantiges» Image abzulegen. «Ein bisschen mehr Lady Gaga» wolle sie sein. Passend zum Diva-Look sang sie: «Es ist gut, wenn es funkelt oder glänzt. Seien wir doch mal ehrlich: Alles Andere ist entbehrlich.» Das Publikum dankte ihr in minutenlangen Ovationen für die Show.

Auf ihrer zweiten Tournee trat Schöneberger wieder gemeinsam mit dem Berlin Pops Orchestra auf. Vor zwei Jahren hatte sie unter dem Titel «Jetzt singt sie auch noch» ihre erste CD veröffentlicht. Die Entertainerin reist noch bis zum 17. November mit ihrer Show durch Deutschland.

Tempodrom | Möckernstraße 10 | 10963 Berlin
www.tempodrom.de

Barbara Schöneberger
Fotos
09.11.2009 | Hamburg (dpa)

Barbara Schöneberger - Konzertkritik vom Tourneeauftakt in Hamburg

 

Im engen Glitzerfummel schwingt Barbara Schöneberger die Hüften, wirft die wilde Afro-Look-Mähne in den Nacken und kokettiert mit ihrem Äußeren: «Warum geht die dicke Moderatorin nicht in die Volksmusik?», frage sich wohl so mancher.

Das Publikum beim Tourauftakt der Entertainerin am Sonntagabend in Hamburg jubelt. Überhaupt: «Ich warte seit Jahrzehnten auf das richtige Adjektiv in Zusammenhang mit mir», beklagt sich die 35-Jährige. «Dekolleté-Tsunami», «Show-Vulkan» - wieso werde sie immer mit Naturkatastrophen in Zusammenhang gebracht? «Und wenn schon, warum dann nicht mit einer großen Dürre?» Stimme, Sprüche und Sex-Appeal - Schöneberger begeistert ihre Zuschauer und feiert einen erfolgreichen Tourstart.

«Ich freue mich!», ruft Schöneberger schon, als sie noch hinterm Vorhang steht und die Bühne noch dem Berlin Pops Orchestra gehört. Dann der große Auftritt im schwarzen bodenlangen Kleid mit Paillettenoberteil. «Barbara dies, Barbara das, alle Welt ruft nach mir....» singt sie gleich zu Anfang, streckt danach die Arme mit großer Geste nach oben, um gleich darauf vor Freude die Fäuste zu ballen.

1900 Besucher sind nach Veranstalterangaben zur ersten Show ihrer zunächst zehntägigen Konzertreise durch Deutschland gekommen. Dass einige hundert Sitzplätze leer bleiben, trübt die Stimmung nicht, denn Schöneberger hat nicht nur die Songs ihrer beiden Alben «Jetzt singt sie auch noch» und «Nochmal, nur anders» dabei - sondern mindestens genauso viele freche Sprüche. Die Auftritte als Sängerin brauche sie neben ihrer Arbeit als Moderatorin der «NDR Talk Show», denn «man kann nicht jeden Abend älteren Männern mit Abitur zuhören».

Dass Schöneberger, singen kann, hat sie schon bei ihren ersten von Publikum wie Kritik gleichermaßen gefeierten Auftritten bewiesen. Seitdem trat sie bei zahlreichen Galas auf, verlieh Preise und arbeitete am neuen Album. Darauf unternimmt sie einen Ausflug in die Disco-Ära der 70er Jahre. Songs daraus sowie aus ihrer Debüt-CD präsentiert sie ebenso wie Klassiker, etwa «New York State Of Mind» oder «Ich weiß, was ich will» von Udo Jürgens. Über ihr dreht sich eine Disco-Kugel, vor ihr steht eine Windmaschine, vor der sie in «Titanic»-Pose die Arme ausbreitet und Céline Dion anstimmt.

Manchmal verpasst das selbst während der Songs noch scherzende Energiebündel seinen Einsatz, manchmal geht ein Ton daneben - aber mit Charme und Selbstironie macht Schöneberger alles wieder wett. Ihre Fans amüsieren sich. Die 35-Jährige zeigt sich in drei Outfits. Manchmal zupft sie die hochgeschlitzten Kleider zurecht und meint: «Das Fleisch findet sowieso seinen Weg nach draußen.» Die meisten Witze macht sie ohnehin über ihre Figur: Sie habe ein gutes Liebesleben gehabt - bis zum EU-Glühbirnenverbot. «Mit der 40-Watt-Birne matt war ich Scarlett Johansson, jetzt bin ich Marge Simpson.» Nach rund zweieinhalb Stunden klatscht das Publikum minutenlang, erhebt sich von den Sitzen und fordert Zugaben. Und Schöneberger jubelt: «Ich bin so froh, dass ich mein Studium nicht zu Ende gemacht habe.»

www.barbaraschoeneberger.de

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