BERLIN

12.11.2009 | Berlin (dpa)
A 100: Gegner protestieren - Behörde erörtert Einwände
Zu laut, zu dreckig, zu teuer: Gegner der Berliner Stadtautobahn A 100 haben am Donnerstag am Alexanderplatz protestiert. Vor dem Congress Center versammelten sich rund 50 Demonstranten, von denen die meisten zur Bürgerinitiative Stadtring Süd und den Berliner Grünen gehörten. Aber auch Anwohner, die wegen der geplanten Verlängerung der A 100 bis zum Treptower Park um ihre Wohnqualität fürchten, waren dabei. Die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, Claudia Hämmerling, forderte den Senat in einer Mitteilung dazu auf, die Verkehrspolitik «endlich an klima- und ressourcenschonenden Kriterien» auszurichten.

Im Congress Center erörtert die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung noch bis zum 27. November 2500 Einwände gegen das Bauvorhaben am Treptower Park. Zunächst sind sogenannte Träger öffentlicher Belange an der Reihe - wie die Wasserwerke, Stadtreinigung, Feuerwehr, Bahn oder Telekommunikationsunternehmen. Bei den Erörterungen geht es vor allem um die Themen Lärm, Luftverschmutzung und Grunderwerb. Am Ende steht eine Empfehlung an die Planfeststellungsbehörde, ob die 420 Millionen Euro teure Verlängerung der A 100 genehmigungsfähig ist. Die Behörde entscheidet im nächsten Jahr.
Der rot-rote Senat will die Stadtautobahn von Neukölln um 3,2 Kilometer nach Treptow verlängern. Das Projekt ist auch in den Regierungsparteien SPD und Linke umstritten. Ein SPD-Landesparteitag hat die Autobahn abgelehnt. Die Fronten in der Stadt sind verhärtet: In der Wirtschaft und der CDU sitzen die Befürworter, Grüne und Naturschützer sind gegen den Bau.
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