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BERLIN

 

14.12.2009 | Berlin

Keine Autos mehr am Tiergarten

Jedes Jahr um Silvester ist die Sperrung der Straße des 17. Juni zwischen Sowjetischem Ehrenmal und Brandenburger Tor fast schon Alltag. Auf 500m Länge wird die Fahrbahn gesperrt. Viele Autofahrer wundern sich längst nicht mehr, wenn sie vor den Absperrungen stehen und auf Umleitungen ausweichen müssen.
Schon an diesem Dienstag, den 15.12.2009 ist es wieder soweit. Für die „Silvester 2010“- Party wird die Strecke erneut dicht gemacht.

„Geschlossen, geöffnet, wieder geschlossen – dieses ständige Hin und Her ist ein irrer Aufwand, den man sich sparen kann“, sagt die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus, Claudia Hämmerling, dem Tagesspiegel. Sie wünscht sich eine dauerhafte Sperrung. Alternativ käme für sie auch eine Stilllegung des Vekehrs „auf jeden Fall an allen Wochenenden, wenn der Verkehr ohnehin geringer ist“ in Frage.

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) stärkt die Ansicht der Grünen und setzt sich ebenfalls für eine autofreie Straße des 17. Juni zwischen Tor und Siegessäule ein.  „Der wichtigste Park von Berlin wird von einer mehrspurigen Straße zerteilt mit der Folge, dass es fast nirgendwo eine wirklich ruhige, erholsame Stelle gibt“, sagt BUND-Sprecher Martin Schlegel. Als Vorbild sieht man den New Yorker Central Park. Statt Autos sollen dann all jene fahren dürfen, die sich auf verschiedene Art und Weise vergnügen oder ihre Künste vorführen wollen: Tänzer, Skater, Akrobaten, Musiker oder Fahrradfahrer.

Die Vorstellung der verkehrsfreien Straße des 17. Junis ist für die Senatsverkehrverwaltung dagegen keine Frage, sie lehnt eine generelle Sperrung kompromisslos ab. Für eine "Spielwiese" wäre der Straßenverlauf zu wichtig.

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