BERLIN

23.12.2009 | Berlin (dpa)
Bahn räumt Kälteprobleme bei ICE ein
Die Deutsche Bahn hat zugegeben, dass ihre ICE-Züge bei kaltem Wetter technische Probleme bekommen. Auf der Verbindung Berlin-München fällt seit Mittwoch und noch bis Sonntag jeder zweite ICE aus.
«Die Fahrzeuge sind nicht so gebaut, dass sie diesen sibirischen Temperaturen standhalten», sagte der für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zuständige Sprecher, Jörg Böhnisch, am Mittwoch im Mitteldeutschen Rundfunk. In den vergangenen Tagen seien Züge «reihenweise kaputtgegangen», weil trockener Pulverschnee «durch die Lüftungsgitter in die Fahrzeuge flutscht und dabei die elektrischen Bauteile in Mitleidenschaft ziehen kann».
Auf der ICE-Strecke Berlin-Leipzig-Nürnberg-München plant die Bahn über Weihnachten keinen Ersatz. «Leider können wir keine Ersatzzüge zur Verfügung stellen, da zurzeit alles fährt, was fahren kann», erklärte der Sprecher von DB Bahn Vertrieb, Andreas Fuhrmann, bei MDR INFO. Es werde daher in den Zügen, die noch fahren, «sehr, sehr voll werden». Wenn jemand für einen Zug reserviert habe, der nun ausfalle, dann «verfällt leider die Reservierung. Das tut uns auch sehr leid», betonte Fuhrmann.
Die Deutsche Bahn hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass die ICE-Schnellzüge zwischen Berlin und München vom 23. bis 27. Dezember nur im Zwei-Stunden-Takt statt wie üblich jede Stunde fahren. Zur Begründung hieß es, die Züge müssten wegen des Winterwetters besonders intensiv gewartet werden. Fuhrmann begründete die Situation zudem mit den «Spätfolgen des strengen Dauerfrostes, den wir in den letzten Tagen hatten».
Am Vortag hatte ein Bahnsprecher noch betont, das Unternehmen bemühe sich, möglichst viele Ersatzzüge bereitzustellen. Er hatte die Fahrgäste gebeten, sich im Internet unter www.bahn.de/aktuell oder unter der Telefonnummer 01805 99 66 33 darüber zu informieren, welche Züge fahren.
Bahnauskünfte: http://www.bahn.de/blitz/view/index.shtml




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