BERLIN

01.01.2010 | Berlin (dpa)
Berliner Linksextreme greifen Polizei an
Die linke Szene in Berlin hat mit Angriffen auf Polizisten und einer Hausbesetzung in der Neujahrsnacht die Behörden in Atem gehalten. Die Polizei meldete am Freitag drei Fälle, bei denen in der Nacht in Mitte und Friedrichshain Streifenwagen mit Steinen beworfen worden waren.
Dabei erlitt ein 42 Jahre alter Beamter eine Platzwunde am Kopf. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei hat sich im vergangenen Jahr die Zahl der Straftaten von Linksextremen in der Hauptstadt auf 1300 verdoppelt.

Mitglieder der linken Szene besetzten ein leerstehendes Fabrikgebäude am Ostbahnhof. Die Polizei beendete die Aktion und nahm die Personalien von fünfzehn Menschen auf. In einer Erklärung wenden sich die Hausbesetzer gegen steigende Mieten und Verdrängung einkommensschwacher Bewohner.
Die CSU forderte den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) auf, entschlossener gegen linksextreme Gewalt vorzugehen. «Klaus Wowereit muss das endlich zur Chefsache machen», sagte der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Hans-Peter Friedrich, der «Berliner Zeitung» (Donnerstag).
Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei müssen die Behörden in Berlin von 1000 gewaltbereiten Linksextremen ausgehen. Behörden, die Polizei und ihre Gewerkschaften würden immer häufiger Ziel von Anschlägen. Die Polizei gibt die offizielle Kriminalitätsstatistik im Frühjahr bekannt.




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