BERLIN

11.01.2010 | Berlin (dpa)
Berlin beerdigt geplantes Innenstadt-WLAN
Berlin bekommt nun doch kein flächendeckendes drahtloses Internet-Zugangsnetz (WLAN) in der Innenstadt. Das Projekt müsse beendet werden, sagte Wirtschafts-Staatssekretärin Almuth Nehring-Venus am Montag im Wirtschaftsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Das System habe nicht so gestaltet werden können, dass es für einen privaten Netzbetreiber attraktiv gewesen wäre.
Als problematisch herausgestellt hat sich laut Nehring-Venus, dass etwa die Hälfte der Laternen mit Gas leuchtet und strombetriebene Sendeanlagen dort nicht angebracht werden könnten. Auch an Ampeln sei dies teils nicht möglich. Insgesamt waren 5000 Antennen geplant. Im vergangenen Jahr waren auch Gespräche mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gescheitert. Die Behörde hatte die historischen Kandelaber in der Innenstadt nicht für die WLAN-Antennen freigegeben.
Der Senat entscheidet an diesem Dienstag über das Vorhaben. Die Beschlussempfehlung der Senatsverwaltung für Wirtschaft sieht vor, die Pläne nicht weiter zu empfehlen. Das wird auch damit begründet, dass inzwischen zahlreiche Nutzer unterwegs über das Handy ins Internet gehen und nicht mehr auf WLAN angewiesen sind. Die Übertragungsgeschwindigkeiten von UMTS und anderen Handy-Datennetzen sind seit Beginn der WLAN-Bemühungen vor vier Jahren deutlich gewachsen - zu immer günstigeren Pauschaltarifen.




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