BERLIN

15.01.2010 | Berlin (dpa/bb) - update
Bankräuber sperren Überfallene im Tresorraum ein
Dramatische Minuten in einer Postbank-Filiale in Berlin-Neukölln: Bankräuber haben am Freitag zwei Mitarbeiterinnen des Geldinstituts im Tresorraum eingeschlossen. Schwer bewaffnete Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) stürmten die Filiale in der Glasower Straße. Aber da war das Räuberduo schon auf der Flucht. Die beiden Angestellten kamen nach Polizeiangaben mit dem Schrecken davon. Sie wurden nach einer Viertelstunde unverletzt aus der Postbank-Schatzkammer befreit. Die Polizei machte keine Angaben, mit wie viel Bargeld die beiden Täter entkamen.
Das Duo hatte den beiden Bankmitarbeiterinnen aufgelauert, als sie zu Geschäftsbeginn morgens gegen 8.30 Uhr die Filiale an der Ecke Glasower Straße/Hermannstraße aufschlossen. Die Täter zwangen die Frauen, den Tresorraum zu öffnen und drängten sie hinein. Nachdem sie sich die Taschen mit Geld gefüllt hatten, warfen sie die Tür hinter sich ins Schloss und ließen die Frauen in dem Raum zurück. Die eingeschlossenen Angestellten alarmierten per Handy die Polizei. Sicherheitskräfte und Feuerwehr sperrten daraufhin die Postbankfiliale ab.
Gewaltsam musste der Tresorraum nicht geöffnet werden. Ein herbeigerufener Postbank-Mitarbeiter schloss die Tür mit seinem Schlüssel auf und befreite seine Kolleginnen. Die unter Schock stehenden Frauen wurden sofort von der Feuerwehr betreut. Der Straßenabschnitt vor dem Bankgebäude blieb gesperrt, bis die Polizei ihre Arbeit am Tatort weitgehend beendet hatte. Die eingeleitete Fahndungsaktion nach den Tätern blieb zunächst ohne Erfolg.




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