BERLIN

02.02.2010 | Berlin (dpa/bb)
Brandanschlag auf Stiftung Wissenschaft und Politik
Unbekannte Täter haben am frühen Dienstagmorgen einen Brandanschlag auf das Gebäude der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin verübt. Der Sachschaden blieb gering. Verletzt wurde niemand, wie die Polizei mitteilte. Der Polizeiliche Staatsschutz übernahm die Ermittlungen, da politische Motive hinter dem Anschlag vermutet werden. Die renommierte Stiftung wird überwiegend vom Bundeskanzleramt finanziert und erstellt Analysen auch für den Deutschen Bundestag. Sie gilt als wichtige Denkfabrik für die Außen- und Sicherheitspolitik.
Nach Polizeiangaben legten die Brandstifter kurz vor 3.00 Uhr an der Tür des Gebäudes am Ludwigkirchplatz im Stadtteil Wilmersdorf Feuer. Dadurch wurde offensichtlich eine Explosion ausgelöst, die den Eingangsbereich des Gebäudes beschädigte. Welche Art von Brandbeschleuniger oder Sprengmittel im Spiel war, wird noch untersucht.
Das Feuer war von einer Anwohnerin beobachtet worden, die über Notruf Alarm schlug. Feuerwehrleute konnten die Flammen rasch löschen.
Erst Anfang Dezember hatte es einen Brandanschlag mit einem Molotow-Cocktail sowie Farbbeutel-Würfe auf eine Außenstelle des Bundeskriminalamtes im Stadtteil Treptow gegeben. Größere Schäden waren nicht entstanden. Als Täter wurden Linksextremisten vermutet. Gefasst sind sie bisher nicht.




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