BERLIN

03.02.2010 | Berlin (dpa)
Sicher bis 1000 Grad - Neue Schutzanzüge für Feuerwehr
Temperaturen bis zu 1000 Grad und sogar kleine Explosionen sollen die neuen Brandschutzanzüge der Berliner Feuerwehr aushalten. Am Mittwoch wurden die sandfarbenen Monturen der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie wiegen mit 3,5 Kilogramm etwa 700 Gramm weniger als die alte blaue Kleidung, sollen aber mehr Bewegungsfreiheit und Schutz bieten. Durch die beige Farbe der feuerfesten Kunstfaser (Polybenzimidazol PBI) seien giftige Substanzen auf dem Material besser erkennbar als auf den alten Anzügen. Dennoch ist die Farbe ein Zufallsprodukt: Bisher lässt sich das neuartige Material nicht blau färben.

Zunächst testen Feuerwehrleute in Neukölln, Mitte und Prenzlauer Berg sechs Monate lang 300 Anzüge, sagte Vize-Landesbranddirektor, Karsten Göwecke. Danach erhalten alle 4500 Berliner Einsatzkräfte die neue Einsatzkleidung. Die Berliner Feuerwehr ist die erste in Deutschland, die diese Anzüge trägt. Die alten Hosen und Jacken, die seit 1996 benutzt wurden, sind laut Göwecke verschlissen. 800 Euro kostet jeder Anzug das Land Berlin - 100 bis 200 Euro mehr als die Vorgängermodelle.
Nicht nur die Löschtrupps erhalten neue Kleidung. Auch der medizinische Rettungsdienst der Feuerwehr wird mit leichteren Garnituren ausgestattet, allerdings in rot. Die technischen Hilfeleister der Feuerwehr tragen künftig noch leichtere, dunkelblaue Kleidung, ebenso wie Feuerwehrleute auf der Wache.




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