BERLIN

22.02.2010 | Berlin (mit dpa/bb)
S-Bahn gibt Land Mitschuld an Misere
Der S-Bahn Aufsichtsrat sieht eine Mitschuld des Landes Berlin an dem seit Sommer stark eingeschränkten S-Bahn-Verkehr, so ein Bericht der "Berliner Morgenpost" vom Montag, dem 22.02.2010. Auch geringere Zahlungen des Berliner Senat an die S-Bahn seien Schuld an der Misere, soweit die Vorwürfe des Aufsichtsrats. Der Senat habe im Jahr 2004, so die "Morgenpost" im Verkehrsvertrag je Fahrkilometer dem Unternehmen 80 Cent weniger zugestanden, heiße es aus dem Aufsichtsrat.
Dies habe dem Land 2008 immerhin 23,36 Millionen Euro erspart. In Verbindung mit dem Renditedruck des Mutterkonzerns Deutsche Bahn AG sei die S-Bahn gezwungen gewesen, ihren Sparkurs zu verschärfen, sagte ein Aufsichtsratsmitglied. Aufgrund unterlassener und nun nachzuholender Sicherheitsprüfungen ist derzeit nur die Hälfte der Züge im Einsatz.
Der Vorstandsvorsitzende der Bahn, Rüdiger Grube, hat in der «Bild»-Zeitung angekündigt, die Bahn halte an dem Ziel fest, zum 13. Dezember 2010 wieder zum Normalfahrplan zurückzukehren. Allerdings werden nach früheren Berichten die S-Bahn-Züge erst 2011 wieder ihre normale Länge aufweisen.




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