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BERLIN

 

23.03.2010 | Berlin (dpa/bb)

Poker-Räuber gibt 4000 Euro zurück


Nach dem aufsehenerregenden Pokerraub im Berliner Hyatt-Hotel Anfang März ist ein Teil der Beute wieder aufgetaucht. Einer der am Samstag festgenommenen mutmaßlichen Räuber habe inzwischen 4000 Euro von seinem Anteil von 5000 Euro zurückgegeben, bestätigte Staatsanwaltschafts-Sprecher Martin Steltner am Dienstag einen Bericht des «Tagesspiegels». «Den Rest hat er nach eigener Auskunft auf der Flucht verbraucht.» Die Polizei stürmte in der Nacht zum Dienstag eine Garage in Berlin-Friedenau, in der das Geld nach dem Coup aufgeteilt wurde. Die Beute von 242 000 Euro wurde dabei laut Staatsanwaltschaft sehr ungleich verteilt.


22.03.2010 | Berlin (dpa)

Nach Pokerraub Ermittlungen zu Hintermännern

Nach der Verhaftung von fünf Poker-Räubern rechnet die Berliner Polizei möglicherweise noch mit weiteren Tätern oder Drahtziehern bei dem Überfall vor zwei Wochen. «Die Ermittlungen gehen weiter, auch was die Zahl der Beteiligten angeht», sagte Polizeipräsident Dieter Glietsch am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. «Ob es Auftraggeber oder Hintermänner gab, ist Gegenstand der Ermittlungen.» Die Beute in Höhe von 242 000 Euro ist weiter verschwunden.

Im Mittelpunkt der Untersuchungen von Polizei und Staatsanwaltschaft stehen jetzt laut den Ermittlern zwei arabische Großfamilien, die im kriminellen Milieu mitmischen. Sie sollen miteinander verfeindet seit. Ein Mitglied der einen Familie nahm auch an dem Pokerturnier teil. Das zeigen Teilnehmerlisten und Videoaufnahmen.

Seit dem Wochenende sitzen alle vier mutmaßlichen Räuber in Untersuchungshaft. Am Sonntagabend um 23.15 Uhr wurde laut Polizei ein fünfter Mann, ein 28-jähriger Libanese, festgenommen. Er soll das Fluchtauto, einen schwarzen Mercedes, nach dem Raubüberfall im Hyatt-Hotel am Potsdamer Platz am 6. März gefahren haben.

Unklar ist noch die Rolle eines sechsten Mannes, der am 12. März verhaftet und am 13. März wieder freigelassen wurde, weil er ein Alibi hatte und nach Analyse der Videofilme vom Überfall nicht als einer der vier Räuber identifiziert werden konnte. Bei ihm fand die Polizei einen Zettel mit sechs Namen, von denen drei zu der jetzt bekannten Bande gehören. Glietsch sagte, es sei davon auszugehen, dass der Zettel «im Zusammenhang mit der Tat und Tatbeteiligten steht».

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