BERLIN

31.03.2010 | Nürnberg (dpa)
Frühjahrsbelebung erreicht den Arbeitsmarkt
Nach dem langen und frostigen Winter hat die Frühjahrsbelebung nun den Arbeitsmarkt erreicht. Die Zahl der Jobsuchenden sank im März bundesweit um 75 000 auf 3 568 000. Das waren 18 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,2 Punkte auf 8,5 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie ebenfalls auf diesem Wert gelegen.
Die BA wies zugleich darauf hin, dass die Statistik aufgrund veränderter arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen verzerrt ist. Bei einer Betrachtung der Unterbeschäftigung zeige sich binnen Jahresfrist aufgrund der Wirtschaftskrise sehr wohl eine Zunahme. BA-Vorstandschef Frank-Jürgen Weise betonte jedoch: «Jenseits der jahreszeitlichen Entwicklung hat der deutsche Arbeitsmarkt die Krise gut verkraftet.» Vor allem Kurzarbeit und andere betriebliche Maßnahmen hätten den Arbeitsmarkt stabilisiert.

So haben Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im zweiten Halbjahr 2009 kaum noch abgenommen und legten saisonbereinigt zum Jahreswechsel sogar zu. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg nach den jüngsten Daten vom Februar bereinigt um 7000, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm um 2000 zu (Januardaten).
Unbereinigt legte die Erwerbstätigkeit um 13 000 auf 39,84 Millionen zu - gegenüber dem Vorjahresmonat bedeutet dies jedoch einen Rückgang um 91 000. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag bei rund 27,30 Millionen. Dieses Minus von 74 000 innerhalb eines Jahres wird laut BA vor allem durch einen Anstieg der Teilzeitbeschäftigung begrenzt.
Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl im März um 31 000 auf 3,382 Millionen. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 20 000 ab, im Osten ging sie um 11 000 zurück.

31.03.2010 | Berlin (dpa)
Arbeitslosenzahl in Berlin im März gesunken
Der Frühling belebt den Arbeitsmarkt in Berlin. Die Erwerbslosenzahl ging im März auf 241 389 zurück - das niedrigste Niveau für diesen Monat seit 14 Jahren, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Berlin mitteilte. Damit waren 3534 Frauen und Männer weniger arbeitslos gemeldet als im Februar und 1904 weniger als im März vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Punkte auf 14,3 Prozent, den zweithöchsten Wert der 16 Bundesländer hinter Mecklenburg-Vorpommern. Ein Jahr zuvor hatte sie in der Hauptstadt bei 14,4 Prozent gelegen. Gemeldet waren nun 33 091 offene Stellen, 57 mehr als vor einem Jahr.
«Nach dem langen und harten Winter richten sich vor allem saison- und wetterabhängige Branchen auf das Frühjahr ein und suchen
Personal», erläuterte Jens Regg, Geschäftsführungsmitglied der Regionaldirektion. Am Bau könne wieder voll gearbeitet werden. Hotels und Gaststätten bräuchten Personal, wenn nun wieder mehr Touristen in die Stadt kämen.
Bei jüngeren Leuten unter 25 Jahre ging die Arbeitslosenzahl von Februar zu März um 249 auf 24 170 zurück. Das waren 1508 weniger als im März vergangenen Jahres. Die Zahl der älteren Arbeitslosen über 50 Jahre lag nun bei 52 897. Das waren 1056 weniger als vor einem Monat und 213 weniger als vor einem Jahr.
Die Beschäftigung entwickelte sich zu Jahresbeginn weiter positiv. Im Januar waren 1,109 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 12 700 mehr als ein Jahr zuvor. Mit einer Steigerung von 1,2 Prozent lag Berlin deutlich über dem bundesweiten Schnitt.
31.03.2010 | Potsdam/Berlin (dpa/bb)
Frühjahrsbelebung auf Arbeitsmarkt in Brandenburg

Der Frühjahrsaufschwung hat sich auch auf den Arbeitsmarkt in Brandenburg positiv ausgewirkt. Die Zahl der Erwerbslosen sank im März auf den niedrigsten Stand in diesem Monat seit 15 Jahren, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte. Sie lag bei 170 422. Das waren 13 727 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr und 3426 weniger als im Februar. Damit sank die Arbeitslosenquote im Vergleich zu März 2009 von 13,7 auf 12,8 Prozent. Die Arbeitsagentur bewertete den Rückgang als saisontypische Frühjahrsbelebung. Vor allem in der Land- und Forstwirtschaft sowie am Bau werde wieder Personal gesucht.




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