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BERLIN

 

28.02.2009

28.02.2009 | Berlin (dpa)

Mehrheit hält Kassiererinnen-Urteil für ungerecht

 

Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der Deutschen hält die Kündigung der Berliner Supermarkt-Kassiererin wegen Unterschlagung von 1,30 Euro für "ungerecht".

 

Weniger als ein Drittel aller Bundesbürger (29 Prozent) empfindet das Urteil des Landesarbeitsgericht zu diesem Fall als "gerecht", wie eine repräsentative Umfrage des Emnid-Instituts ergab. Im Auftrag der "Bild am Sonntag" hatten die Meinungsforscher am Donnerstag 500 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt.

 

Der Frau war nach 31 Jahren gekündigt worden, weil sie zwei Pfandbons über 48 und 82 Cent unterschlagen haben soll. Das Berliner Landesarbeitsgericht erklärte die fristlose Kündigung am Dienstag für rechtens. Das Urteil hatte bundesweit Empörung bei Gewerkschaften und einigen Politikern ausgelöst. Die Kassiererin will nun vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

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