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BERLIN

 

U55
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13.04.2010 | Berlin (dpa)

Erster Spatenstich für Weiterbau der «Kanzler-U-Bahn»

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich beginnt an diesem Dienstag offiziell der Weiterbau der Berliner «Kanzler-U-Bahn». Vor dem Berliner Rathaus wollen der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (beide SPD) beim Start des neuen Großbau-Projekts dabei sein. Die neue U-Bahn-Linie soll im Jahr 2017 den Alexanderplatz mit dem U-Bahnhof Brandenburger Tor verbinden. Sie hält dann an den Stationen Berliner Rathaus, Museumsinsel und Unter den Linden. Die U5 kann dann erstmals aus Hönow bis zum Berliner Hauptbahnhof durchfahren. Bisher endet sie am Alexanderplatz.

Die 2,2 Kilometer lange U-Bahn-Tunnelröhre, die in 18 Metern Tiefe unter dem Boulevard Unter den Linden entlangführen soll, kostet mit den drei neuen Bahnhöfen rund 433 Millionen Euro. Den Großteil der Kosten trägt der Bund. Der größte Teil der Strecke wird unterirdisch gebaut. Nur am Berliner Rathaus und am Marx-Engels-Forum, später auch an der Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße, entstehen sichtbare Baustellen. Das große Denkmal für Marx und Engels muss für die Bauzeit an den Rand des Spreeufers umziehen.

Autofahrer müssen sich ab dem Jahr 2012 auf Sperrungen und Fahrbahnverengungen einstellen. Die U-Bahn-Linie 6 wird 2012 wahrscheinlich acht Monate lang zwischen den Stationen Friedrichstraße und Stadtmitte unterbrochen.

Die ersten drei Stationen der «Kanzler-U-Bahn», die durch das Regierungsviertel führt, sind nach jahrelanger Verzögerung 2009 in Betrieb gegangen. Berlins kürzeste U-Bahn-Linie U55 verbindet seitdem den Hauptbahnhof in drei Minuten mit dem Brandenburger Tor und hält auch am Bundestag. Von Anfang an war geplant, die Linie zum Alexanderplatz zu verlängern.

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