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BERLIN

 

12.05.2010 | Berlin

Schüsse auf Bauunternehmer: Fünf Verdächtige gefasst

Nach den Schüssen auf einen Berliner Bauunternehmer sind fünf Verdächtige gefasst worden. Die Männer im Alter zwischen 19 und 22 Jahren wurden am Mittwoch vernommen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Der 52 Jahre alte Mann war dem Mordanschlag am Dienstagmorgen nur knapp entgangen. Ein Geschoss durchbohrte seine Kleidung und blieb in seiner Geldbörse stecken, ein zweites Projektil schlug neben ihm in einer Hauswand ein.

 

Die Ermittler landeten mit den Festnahmen einen schnellen Erfolg: Die Männer wurden noch am Tattag aufgespürt. Der Unternehmer war gemeinsam mit seinem 27-jährigen Sohn zu Fuß in der Georg-Wilhelm-Straße unterwegs gewesen, als er aus einem Auto heraus beschossen wurde, das in zweiter Spur gehalten hatte. Auch der Sohn blieb unverletzt. Ob die Verdächtigen über das Autokennzeichen gefunden wurden, wollten die Ermittler nicht sagen. Auch zur Tatwaffe wurden keine Angaben gemacht. Die 2. Mordkommission ermittelt.

Zu Spekulationen, hinter dem Anschlag könnte die Russen-Mafia stecken, wollten sich Polizei und Staatsanwaltschaft ebenfalls nicht äußern. Nach einem Bericht der «B.Z.» soll die Firma des Bauunternehmers neben Hotels und Altenheimen in Berlin auch Luxuswohnungen in Moskau saniert haben. Die Verdächtigen sollen Deutsche mit russischem Hintergrund sein.

Es war nicht der erste Mordanschlag auf einen Unternehmer aus der Berliner Baubranche. Zuletzt wurde ein Immobilienmakler am 3. November 2008 bei einem Spaziergang auf der Fischerinsel erschossen. Im Februar dieses Jahres waren ein 32 Jahre alter Bauunternehmer und sein 47 Jahre alter Bauleiter zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil sie nach Überzeugung des Berliner Landgerichts den Mord an dem Unternehmer angestiftet hatten. Beide hatten den 59 Jahre alten Millionär für ihre geschäftliche Misere verantwortlich gemacht. Der mutmaßliche Killer wurde in Indien gefasst, er wartet noch auf seinen Prozess.

Quelle: dpa

 

 

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