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BERLIN

 

08.06.2010 | Oranienburg/Neuruppin

Polizistin nimmt Kinder mit in den Tod

 

Eine 32-jährige Polizistin aus Oranienburg hat ihre zwei Kinder und sich selbst getötet. Die Leiche der Frau sowie ihres fünf Jahre alten Sohnes und der zehnjährigen Tochter wurden am Montag in deren Wohnung gefunden, teilte die Staatsanwaltschaft Neuruppin mit.

 

Der Hintergrund der Tat blieb zunächst unklar. «Es handelt sich um eine persönliche Tragödie», sagte Staatsanwalt Andreas Pelzer am Dienstag.

 

Die Polizistin hat - so lautet das vorläufige Ergebnis der Obduktion - erst ihre Kinder erdrosselt und dann sich selbst erhängt. Es hätten sich keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass ein weiterer Mensch an der Tat beteiligt gewesen sei, sagte Pelzer.

Einzelheiten zu der Tat wollte Pelzer, der Leiter der Abteilung Kapitalverbrechen ist, auch mit Rücksicht auf die Angehörigen nicht nennen. «Wir haben bislang aber keine Anhaltspunkte dafür, dass die Tat dienstliche Hintergründe hat», sagte Pelzer. Die Frau lebte allein mit ihren Kindern in einem Mehrfamilienhaus in der Havelstadt, rund 35 Kilometer nördlich von Berlin. Laut Staatsanwaltschaft hatte sie keinen Urlaub. Gefunden wurden die Leichen von Mutter und Kindern in dem roten Klinkerbau von ihnen nahestehenden Menschen.

 

Ein Abschiedsbrief wurde laut Pelzer nicht gefunden. Es habe auch keine Ankündigung der Tat gegeben. Die Kriminalpolizei Ostprignitz- Ruppin versucht nun, Licht ins Dunkel zu bringen. Möglicherweise spielt eine Trennung vom Partner eine Rolle.

 

«Zurzeit liegen uns keine Erkenntnisse vor, dass die Ursachen für das schreckliche Ereignis im dienstlichen Bereich gelegen haben könnten», sagte der Potsdamer Polizeipräsident Rainer Kann. Die mehr als 430 Kollegen im Bereich Oberhavel reagierten geschockt.

Quelle: dpa

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