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09.06.2010 | Berlin

Berlin will wieder Fanmeilen-Hauptstadt sein

Olympiastadion, Siegessäule, Brandenburger Tor - zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 will Berlin wieder als Mutter aller Fanpartys auftrumpfen - südafrikanische Vuvuzela-Tröten sind allerdings verboten. Die Stadt gehört zu sechs Metropolen weltweit, die sich als offizielle Gastgeber des Weltverbandes FIFA präsentieren dürfen. «Wir sind in der ersten Liga der Fanmeilen weltweit», sagte Senatssprecher Richard Meng am Mittwoch vor dem Olympiastadion.

Auf dem Olympischen Platz werden von diesem Freitag an bis 18. Juni die Spiele aus Südafrika auf einer 80 Quadratmeter großen Video-Leinwand live für maximal 35 000 Zuschauer gezeigt. Vom 23. Juni bis zum Finale am 11. Juli wird die Partymeile täglich auf der Straße des 17. Juni öffnen. Dort gibt es Platz für 200 000 Besucher.

Neben Sydney, Rio de Janeiro, Mexiko-Stadt, Rom und Paris war die deutsche Hauptstadt Berlin von der FIFA für das mit Sponsorengeldern finanzierte Fest ausgewählt worden. Von der Berliner Fanmeile war bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 eine Welle der Begeisterung auf ganz Deutschland übergeschwappt. Bis zu schätzungsweise eine Million Menschen hatten sich bei Spitzenspielen auf der Straße des 17. Juni versammelt.

Zu dieser WM werden vor der Siegessäule und nicht wie 2006 direkt vor dem Brandenburger die Bühne und eine Großleinwand aufgebaut. «Wir haben uns bei Barack Obama ein Beispiel genommen», sagte Meng. Als US-Präsidentschaftskandidat hatte Obama 2008 eine Rede vor der Siegessäule gehalten. Außerdem könne so der Verkehr leichter umgeleitet werden. Sollten mehr als 200 000 Menschen zusammenkommen, könne die Partymeile in Richtung Brandenburger Tor erweitert werden.

In beiden Party-Orten soll es vor den Spielen ein Programm mit Musik geben. Mitgebrachte Getränke sowie die für viele Menschen nervigen Vuvuzela-Tröten sind von den Veranstaltern verboten worden. Der Privatsender RTL wird live zur WM-Eröffnung mit Moderator Günther Jauch und Fußball-Experte Jürgen Klopp vom Olympiastadion berichten, wo vor vier Jahren das WM-Finale gespielt wurde. Auch zu einem weiteren Spiel will RTL aus Berlin senden.

Um die Ausstrahlung der Live-Bilder aus Südafrika hatte es zwischen der FIFA und Privatveranstaltern in Deutschland ein wochenlanges Tauziehen gegeben. Der Verband hatte zunächst öffentliches Fußball-Gucken auf Großleinwänden streng regeln wollen, gab aber nach Protesten die Übertragung der TV-Bilder an rund 1500 Orten frei.

 

Quelle: dpa

 

www.berlinfifafanfest.com

 

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