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BERLIN

 

28.06.2010 | Gütersloh/Berlin

Berlin bundesweit Spitzenreiter bei Kita-Förderung

Berlin ist nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung bundesweit Spitzenreiter bei den Ausgaben für seine Kitas. Nach der Untersuchung, die vor allem das Jahr 2007 im Blick hat, gab Berlin für Bildung, Betreuung und Erziehung in Kindertagesstätten durchschnittlich 4158 Euro für jedes Kind unter 6 Jahren aus. In Hamburg waren es 3406 Euro, Schlusslicht Schleswig-Holstein förderte diesen Bereich nur mit rund 2000 Euro pro Kind. Die Zahlen gehen aus dem Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme hervor, den die Stiftung am Montag vorstellte. Die Studie wertet unter anderem Daten des Statistischen Bundesamtes und Angaben der Länder aus.

In Berlin besuchten nach der Studie im Jahr 2009 rund 35 000 Kinder unter drei Jahren eine Kita. Das sind rund 42 Prozent aller Kleinkinder in der Hauptstadt. Zwischen 3 und 6 Jahren gehen dann fast 95 Prozent der Kinder (rund 77 700) in eine Kita. Bei deutschen Eltern ist diese Form der Kinderbetreuung immer noch deutlich beliebter als bei Eltern mit ausländischen Wurzeln.

Fast die Hälfte der Kleinkinder bleibt in Berlin schon mehr als sieben Stunden am Tag in der Obhut von Erziehern. Deshalb sind die Ausgaben in Berlin pro Kind auch so hoch. Denn Bundesländer, die vielen Kindern unter drei Jahren einen Kitaplatz anbieten, investieren deutlich mehr Geld als Länder, die erst ab drei Jahren voll in die Kindergarten-Betreuung einsteigen. Über die Qualität der Erziehung sagen die Zahlen aber noch nichts aus.

Den größten Anteil der Investitionen in Kitas machen bundesweit die Ausgaben für Erzieher aus. Die Höhe dieser Ausgaben wird vor allem durch die Zahl und die Betreuungszeiten der Kinder und die Personalschlüssel beeinflusst. Die Ausgaben der östlichen Bundesländer sind daher mit im Schnitt rund 3000 Euro pro Kind insgesamt deutlich höher als in den westlichen Ländern, wo es durchschnittlich rund 2400 Euro waren.

Quelle: dpa


Startseite Ländermonitor: www.laendermonitor.de

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