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BERLIN

 

09.03.2009

09.03.2009 | Berlin (dpa)

Berlin will noch freundlicher werden - Kampagne für Lächeln

So viel Lächeln war selten im Roten Rathaus. Die Chefs von 13 Unternehmen in der Bundeshauptstadt haben mit ihrer Unterschrift unter einen Kooperationsvertrag besiegelt: Berlin wird freundlicher. Gäste aus aller Welt sollen mit "Herz und Schnauze" durch die Stadt geleitet werden. Auf jede Frage soll es, wenn irgend möglich, eine freundliche und kompetente Antwort geben. Dafür haben der Berliner Senat und Berlin Partner unter dem Dach der Kampagne «be Berlin» eine weitere Offensive gestartet. Die nicht unbedingt als herzlich bekannten Berliner sollen mit der Aktion in ein freundlicheres Licht gerückt werden.

1000 Polizisten, 150 Straßenfeger, 1400 S-Bahner, 500 Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe sowie 500 Hostessen der Messe Berlin werden in den kommenden Wochen und Monaten den Touristen in der Stadt zeigen, dass Berlin "serviceorientiert, gastfreundlich und weltoffen ist", wie Senatssprecher Richard Meng hofft.

 

Entsprechende Flyer und Postkarten ("Samma, seh ick aus wie ne' Infosäule?"), Berlin-Stadtpläne sollen die Mitarbeiter bei Bedarf verteilen. Und sie selbst sollen sich mit einem daumengroßen Info-Button (rotes Info-I mit Herz) als auskunftsfähig und -freudig ausweisen. 200.000 Euro stehen für die Kampagne bereit, die zur Internationalen Tourismus Börse am 11. März auf vollen Touren laufen und bis Ende des Jahres andauern soll.

Die beteiligten Mitarbeiter werden nicht besonders geschult, obwohl auch der Chef der Berliner Verkehrsbetriebe zugeben muss, dass es mit den Fremdsprachenkenntnissen unter den Mitarbeitern bisweilen hapert. Notfalls werde dem Touristen die Antwort auf seine Frage aber unter Zuhilfenahme von Händen und Füßen erläutert. Selbst die Kampagnenmacher haben sich gescheut, den Dreiklang "sei Herz, sei Schnauze, sei Berlin" in eine Fremdsprache zu übersetzen. Zumindest Flyer und Kartenmaterial gibt es aber auf Englisch.

Die Stadt und die Werber von Berlin Partner erhoffen sich von der Aktion einen Schub für die Gastfreundschaft - so wie sie zur Fußball-Weltmeisterschaft vor drei Jahren nahezu allerorten in Berlin zu spüren war. Keine Frage, dass die Aktion auch von der Tourismusbranche unterstützt wird. "Die Freundlichkeitskampagne ist ein wichtiges Modul, um Berlin als Reiseziel weiter zu positionieren", sagt Burkhard Kieker, Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing GmbH.

Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch nannte es "selbstverständlich", dass die Polizisten in der Hauptstadt ratsuchenden Bürgern und Touristen zur Seite stehen. Und Senatssprecher Richard Meng ließ im Unklaren, warum einer Selbstverständlichkeit mit eine Kampagne auf die Beine geholfen werden muss. Immerhin tat er es mit einem Lächeln.

Mehr Infos unter:

www.sei.berlin.de

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