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  • Rathenow: Grausige Bluttat

BERLIN

 

14.07.2010 | Potsdam/Rathenow

Grausame Bluttat: Sohn soll Eltern zerstückelt haben

Nachbarn haben das Ehepaar lange nicht gesehen und informieren die Polizei. Die stößt im Schuppen auf einen grausigen Fund: Leichenteile. Das blutige Ende eines Familienstreits. Als Verdächtiger ist nun der Sohn in Haft.

Sie sollen sich gestritten haben über seine berufliche Zukunft. Immer wieder. Im Juni eskalierte die Auseinandersetzung. Die Justiz geht davon aus, dass der Sohn seine Eltern umgebracht hat. Am Mittwoch wurde Haftbefehl gegen den 28-Jährigen erlassen, teilte Staatsanwaltschaft Potsdam mit. Sie ermittelt wegen zweifachen Totschlags gegen den ehemaligen Jurastudent aus Rathenow (Havelland). Um die Leichen der 60-jährigen Frau und ihres 67 Jahre alten Ehemannes verschwinden zu lassen, soll er seine Eltern zerstückelt haben. Die Polizei war am Dienstagnachmittag auf dem Grundstück der Familie im Schuppen auf die Leichenteile gestoßen. Der junge Mann habe seine Tat gestanden.

Ein besorgter Nachbar, der das Paar länger nicht gesehen hatte, hatte die Polizei verständigt. Die recherchierte vor Ort - und stieß auf den Sohn, der im gleichen Haus wie seine Eltern lebt. Weil er widersprüchliche Angaben machte, wurden die Beamten stutzig und untersuchten das Grundstück genauer - bis sie im Schuppen auf die Leichenteile stießen.

Um letzte Zweifel auszuräumen, muss noch die Identität der Opfer eindeutig festgestellt werden. Die Aussage des 28-Jährigen erleichterte den Kripobeamten die Spurensuche auf dem Grundstück. «Dadurch weiß man, was man sucht - und wo man suchen muss», sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Das Motiv für die Taten liegt laut Staatsanwaltschaft im familiären Bereich: Es habe offensichtlich Meinungsverschiedenheiten über den weiteren beruflichen Werdegang des gegeben, schilderte der Sprecher.

Nach Informationen der «Bild»-Zeitung hatte der Sohn, der keine Geschwister hat, sein Jurastudium in Potsdam abgebrochen und wollte sich als Finanzbeamter in Hamburg bewerben. Darüber hat er sich laut Zeitung am 9. Juni heftig mit dem Vater gestritten. Der Streit sei eskaliert. Im Keller des Einfamilienhauses habe der Sohn schließlich mit einem spitzen Gegenstand zugeschlagen. Anschließend soll er auch seien Mutter umgebracht haben. Später wollte er dann die Leichen beseitigen. Dafür zerstückelte er sie dem Bericht zufolge mit einer elektrischen Kettensäge.

Zu den Details wollte die Staatsanwaltschaft zunächst keine Angaben machen. Auch zu den näheren familiären Hintergründen gab es zunächst keine Angaben. Der Sprecher bestätigte aber, dass die sich Tragödie in Rathenow bereits vor mehreren Wochen abgespielt hat.

Quelle: dpa

Polizei: http://www.internetwache.brandenburg.de

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