BERLIN

19.07.2010 | Berlin
Medien: Senat will Fußgängerverkehr sicherer machen
Die Berliner Zeitung berichtet in ihrer Montagsausgabe, dass die jährlichen Ausgaben für den Fußgängerverkehr in Berlin auf zehn Millionen Euro steigen sollen. Man beruft sich auf einen Entwurf zur sogenannten Fußverkehrsstrategie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Derzeit sehe der Landeshaushalt für Zebrastreifen und andere Querungshilfen nur Ausgaben von zwei Millionen Euro pro Jahr vor.
Berlin wäre die erste große europäische Stadt, die einen Generalplan nur für den Fußverkehr erstellt. Danach sind außerdem zehn Modellprojekte für einen sichereren und bequemeren Fußverkehr geplant. So sollen an drei Stellen fußgängerfreundliche Ampelschaltungen erprobt werden. Themen sind die Erhöhung der Sicherheit und des Komforts sowie die "Beschleunigung des Fußverkehrs", heißt es in dem Strategie-Entwurf.

Die Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) sagte der Zeitung: "Wir wollen längere Querungszeiten für Fußgänger an Ampeln" . Darüber hinaus sei geplant, in drei Bereichen "Begegnungszonen" einzurichten.
Mit der sogenannten Fußverkehrsstrategie wolle der Senat bewirken, dass das Zu-Fuß-Gehen sicherer wird, heißt es weiter in dem Bericht. Im vergangenen Jahr wurden 441 Fußgänger in Berlin bei Unfällen schwer verletzt oder getötet, diese Zahl solle bis 2016 um ein Fünftel sinken.




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