BERLIN

22.07.2010 | Berlin
Weniger Gewaltdelikte - aber mehr Autodiebstahl
Weniger Einbrüche und Gewaltdelikte, dafür mehr Taschendiebstahl und Autoklau in Berlin - in den ersten sechs Monaten des Jahres ist die Kriminalität im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insgesamt jedoch leicht zurückgegangen. Die Zahl der registrierten Straftaten sei um vier Prozent auf 231 052 Fälle gesunken, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Von Januar bis Juni 2009 waren es noch 240 685 Taten. Besonders erfreulich sei der Rückgang bei der Gewalt von Jugendgruppen, die um 14,9 Prozent auf 1 388 Fälle fiel. Auch gab es mit 2 313 Taten 4,7 Prozent weniger Körperverletzungen als in den ersten sechs Monaten von 2009.
Rückläufig ist auch die Zahl der Wohnungseinbrüche mit einen Minus von 11,4 Prozent auf 3 742 Fälle. Bei Einfamilienhäusern ging die Fallzahl um 5,2 Prozent auf 563 zurück. Auch gab es weniger Raubdelikte sowie räuberische Erpressung mit einem Minus von 1,7 Prozent auf 3 116 Taten.

Gestiegen ist dagegen der Autodiebstahl, nämlich um 2,2 Prozent auf 3 188 Fahrzeuge. Die Polizei habe den Kampf gegen Autodiebe verstärkt. Noch am 5. Juli seien auf der Suche nach Hehlern 14 Büros, Garagen und Wohnungen durchsucht worden, heißt es in dem Bericht. Dabei wurde ein Verdächtiger festgenommen. Auch wurden neun Prozent weniger gestohlene Fahrräder gemeldet.
Vorsicht ist weiter bei Taschendieben angebracht. Hier wurden sechs Prozent mehr Vorkommnisse gezählt, insgesamt 3 303 Taten. Im öffentlichen Nahverkehr gingen die Delikte um 3,9 Prozent zurück. Dabei fiel die Zahl der Farbschmierereien und zerkratzter Scheiben um 16,6 Prozent auf 3 737 Fälle. Um 16,6 Prozent haben auch die Rauschgiftdelikte im öffentlichen Nahverkehr abgenommen und lagen bei 833 Fällen.




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