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BERLIN

 

12.03.2009

12.032009 | Berlin (dpa/bb)

Vattenfall will in Berlin-Lichtenberg Biomasse statt Kohle verfeuern

Der Energiekonzern Vattenfall verzichtet nach jahrelangem Streit auf den Bau eines neuen Kohlekraftwerks in Berlin-Lichtenberg. Am Standort des alten Heizkraftwerks Klingenberg sollen zwei Biomassekraftwerke entstehen, wie das Unternehmen am Donnerstag ankündigte. Sie sind Teil eines Energiekonzepts mit Investitionen von insgesamt mehr als einer Milliarde Euro in den kommenden Jahren. Vattenfall will damit seine Emissionen klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) in der Hauptstadt bis 2020 im Vergleich zu 1990 halbieren.

Gegen den möglichen Neubau eines Kohlekraftwerks als Ersatz für das mit Braunkohle betriebene Kraftwerk Klingenberg hatte sich massiver Widerstand von Parteien und Umweltschützern formiert. «Wir haben in den letzten zwei bis drei Jahren tief in diese Stadt hineingehört», sagte der Vattenfall-Generalbevollmächtige für Berlin, Werner Süss. Der Konzern hob hervor, dass es nie eine Festlegung auf ein Kohlekraftwerk gegeben habe. Es seien stets alle möglichen Energieträger geprüft worden.

Dem Kraftwerkskonzept zufolge sind zudem ein oder zwei Gas- und Dampf-Turbinen-Anlagen geplant, wie es weiter hieß. Als Standorte geprüft werden dafür die Gelände in Klingenberg in der Rummelsburger Bucht und das Areal des Heizkraftwerks Lichtenberg an der Rhinstraße. Das alte Heizkraftwerk Lichterfelde am Ostpreußendamm soll bis 2014 durch eine Gas- und Dampf-Turbinen-Anlagen ersetzt werden.

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