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BERLIN

 

30.08.2010 | Berlin

Weitere Patientin mit Pilzvergiftung eingeliefert

Eine Brandenburgerin ist mit einer Pilzvergiftung in die Berliner Charité eingeliefert worden. Es bestehe der Verdacht, dass sie sich durch Knollenblätterpilze vergiftet habe, hieß es in einer Mitteilung des Krankenhauses vom Montag. Die Patientin werde auf der Intensivstation behandelt. Seit vergangenen Donnerstag liegen damit acht Menschen mit Pilzvergiftung in dem Krankenhaus. Die anderen Patienten im Alter von 21 bis 87 Jahren seien inzwischen außer Lebensgefahr.

Die Sammler hätten die giftigen Pilze offenbar für Wiesenchampignons gehalten. Welche Pilzart sie genau aßen, ob Grüne oder Weiße Knollenblätterpilze, sei nicht mehr nachvollziehbar, hieß es. Nach dem Verzehr litten sie an Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Gefunden wurden die ungenießbaren Pilze bei Oranienburg (Oberhavel), Frankfurt (Oder) und im Spreewald.

29.08.2010 | Berlin

Gesundheitszustand der Pilzvergifteten verbessert

Den sieben Pilzsammlern, die wegen Vergiftungserscheinungen in der Berliner Charité behandelt werden, geht es besser. Ihr Zustand sei gut und Anfangssymptome wie Erbrechen und Durchfall seien weg, sagte eine Sprecherin am Sonntag. Auch die
Leberwerte der vier Frauen und drei Männer hätten sich verbessert, die Gefahr von Leberversagen sei gesunken.

Vier der Patienten seien bereits von der Intensivstation auf die Normalstation verlegt worden. Von den drei anderen werde besonders die älteste Betroffene, eine 87-Jährige, intensiv beobachtet. Alle sieben könnten nach Ansicht der Ärzte Ende nächster Woche entlassen werden.

 

Die Pilzsammler aus Berlin und Brandenburg im Alter von 21 bis 87 Jahren waren von Donnerstag bis Samstag in die Charité gebracht worden. Sie hatten giftige Knollenblätterpilze gegessen, die sie offenbar für Wiesenchampignons hielten. Als Folge litten sie an Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Welche Pilzart sie genau aßen, ob Grüne oder Weiße Knollenblätterpilze, sei nicht mehr nachvollziehbar. Hätten sie den stärker giftigen Grünen Knollenblätterpilz verzehrt, wäre es zu Leber- und Nierenversagen gekommen. Dann wären kurzfristig Transplantationen notwendig, um ihr Leben zu retten.

Die Sammler hatten die Pilze in verschiedenen Gruppen bei Oranienburg (Oberhavel), Frankfurt (Oder) sowie im Spreewald gefunden. Eine 60-jährige Frau, die erst in der Nacht zum Samstag in die Charité gebracht worden war, erhielt die giftigen Pilze von ihrer Nachbarin. In welchen Orten die Patienten wohnen, wollte die Sprecherin nicht sagen. Sie bezeichnete eine solche Häufung von Pilzvergiftungen in so kurzer Zeit als ungewöhnlich.

Die Charité appellierte erneut an alle Sammler, unbekannte Pilze nicht mitzunehmen oder im Zweifelsfall Pilzsachverständige zu befragen. Bei Unwohlsein sollte der Giftnotruf Berlin (Tel. 030 / 19240) für Berlin und Brandenburg kontaktiert werden. Wie eine Medizinerin dort auf Nachfrage sagte, gebe es auch sehr viele Anfragen von Pilzsammlern. Diese würden direkt beraten oder vor  dem Verzehr ihrer Pilzmahlzeit an Sachverständige verwiesen.

www.charite.de

Hinweise zum Pilzesammeln finden Sie hier... »

 

 

 

 

Bild vom Gelben Knollenblätterpilz

foto: dpa Archivbild

 

 

 

Bild vom Champignon

Foto: dpa Archivbild

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