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BERLIN

 

05.10.2010 | Berlin

Nachgebesserter Verkehrsvertrag ist fertig


Der zugunsten des Landes Berlin nachgebesserte Verkehrsvertrag mit der S-Bahn ist jetzt juristisch fertig ausformuliert und unterschriftsreif. Das teilte die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer (SPD), nach Angaben von Teilnehmern am Montag im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses mit. Die S-Bahn hatte sich im Juni dem Druck des Senats gebeugt und für schlechte Leistungen höhere Strafabzüge von den Bestellerentgelten aus der Landeskasse akzeptiert. Mit der Ausarbeitung und Paraphierung des Textes hatte es dann noch über zwei Monate gedauert. Die Vereinbarung soll rückwirkend zum 1. Januar gelten.

Quelle: dpa

Berliner S-Bahn: www.s-bahn-berlin.de

30.08.2010 | Berlin

HINTERGRUND: Senatorin: 45 Millionen Euro weniger für S-Bahn

Wegen des Chaos bei der S-Bahn wird das Land Berlin dem Unternehmen in diesem Jahr voraussichtlich etwa 45 Millionen Euro nicht auszahlen. Das kündigte die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer (SPD), am Montag an. Schon im vergangenen Jahr hatte die S-Bahn wegen der chaotischen Zustände auf den Schienen vom Senat 37 Millionen Euro weniger erhalten als ursprünglich vereinbart. Eigentlich müsste das Land der S-Bahn für einen normalen Verkehrsbetrieb pro Jahr 236,4 Millionen Euro überweisen.

Junge Reyer äußerte erneut ihre Verärgerung darüber, dass die Tochter der Deutschen Bahn nicht in der Lage sei zu sagen, mit wie vielen Wagen und mit wie langen Zügen sie von September an fahren werde. Falls klare Aussagen ausbleiben sollten, werde der Senat bei der Konzernspitze Druck machen, bekräftigte die SPD-Politikerin. Die S-Bahn wollte nach früheren Ankündigungen eigentlich im September wieder 468 ihrer 630 Doppelwagen betriebsbereit haben. Zuletzt waren nicht mehr als 416 im Einsatz.

Vor gut einem Jahr hatte die Bahntochter aufgrund von Materialproblemen an den Rädern und Achsen ihrer wichtigsten Wagenbaureihe 481 sowie Wartungsversäumnissen und Managementfehlern vor dem Zusammenbruch gestanden. Zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember will sie wieder 501 Doppelwagen in den Verkehr schicken können. An diesem Ziel hält die Bahntochter bisher fest.

Die 2009 einbehaltenen 37 Millionen Euro investiert der Senat in Verbesserungen im Nahverkehr. Vor allem sollen 59 Straßenbahn- und 40 Bus-Haltestellen so umgebaut werden, dass sie für Behinderte zugänglich sind. Allein 6,5 Millionen Euro fließen nach Angaben Junge-Reyers in einer ersten Tranche in die Modernisierung von U-Bahn-Wagen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) aus den 70er Jahren. Die 92 Doppelwagen aus dieser Zeit sollten ursprünglich mit einem Kostenaufwand von 77,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 für einen Betrieb von weiteren 20 Jahren fit gemacht werden. Mit dem S-Bahn-Geld könne die Modernisierung nun schneller gehen, hieß es bei der BVG.

Was der Senat mit den einbehaltenen S-Bahngeldern aus 2010 macht, soll Ende des Jahres entschieden werden. Junge-Reyer würde gern eine größere Summe für die Modernisierung der BVG-Werkstätten ausgeben. Geprüft würden aber auch größere Einzelinvestitionen wie etwa eine Verlängerung der Heidekrautbahn in die Innenstadt. Die Bahnverbindung aus der Schorfheide endet derzeit in Karow an der nördlichen Stadtgrenze. Als wichtig bezeichnete die Senatorin aber auch den weiteren Ausbau der Straßenbahn, vor allem in der Invalidenstraße in Mitte und in Adlershof.

Quelle: dpa

Berliner S-Bahn: www.s-bahn-berlin.de

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