BERLIN

16.09.2010 | Berlin
Lebenslange Haft für Mord auf Recyclinghof
Für den Mord an einer Müllsortiererin auf einem Berliner Recyclinghof ist ein 24-jähriger Mann zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Zugleich stellte das Landgericht am Donnerstag die besondere Schwere der Schuld fest. Der Arbeiter hatte seine 26 Jahre alte Kollegin Anfang Januar misshandelt, vergewaltigt und dann durch einen Stich in den Rücken getötet. Der Mann wollte eigenen Angaben zufolge «einen Kick» empfinden. Die Leiche versteckte er in einem Container auf dem Recyclinghof.
Der 24-jährige Berliner hatte die Frau am Abend des 7. Januar im Damenumkleideraum überfallen. Er hatte die 26-Jährige gefesselt, geknebelt und vergewaltigt. Die Leiche versteckte der Gabelstapelfahrer in einem Container auf dem Gelände des Recyclinghofs im Ortsteil Mahlsdorf.

Das Gericht vernahm einen Gutachter, dem der Angeklagte die Tat umfassend geschildert hatte. Er habe sich bei der Arbeit in den Finger geschnitten und sei auf Hundertachtzig gewesen, berichtete der Gutachter. Um einen Kick zu bekommen, habe der 24-Jährige seiner Darstellung nach eine beliebige Person töten wollen.
Vor der Nachtschicht habe der Berliner zu Hause ein Computerspiel gespielt, das mit Gewalt zu tun hatte. Jemanden echt zu töten, hätte ihn erregt, hatte der Angeklagte dem Sachverständigen erklärt. Der Müllsortierer wollte jemanden erstechen, er sei sich wie im Spiel vorgekommen, berichtete der Gutachter. «Es sei ein geiles Gefühl» gewesen, habe der Mann die Tötung beschrieben.




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