BERLIN

Berlin | 07.09.2010
Schnellabfrage an Berlins Schulen: Punktlandung bei der Ausstattung mit Lehrkräften
Berlins Schulen sind im Durchschnitt über ganz Berlin betrachtet ausreichend mit Lehrkräften ausgestattet. Dies ist das zentrale Ergebnis der Schnellabfrage der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung zwei Wochen nach dem Start ins Schuljahr 2010/2011. Die Schnellabfrage, die jedes Jahr stattfindet, bildet einen seriösen und umfassenden Zwischenstand der Ausstattung mit Lehrerinnen und Lehrern. Befragt wurden alle 712 Schulen Berlins aller Schularten und Bezirke.
Mit dem Stand 06.09.2010 ergibt sich wie in den vergangenen Jahren ein Ausstattungsgrad an Schulen, der zum Teil über 100 Prozent liegt, zum Teil darunter. Insgesamt, über alle Berliner Schulen betrachtet, erreicht der Wert nahezu 100 Prozent (Stand 06.09.2010: 99,7 Prozent).
Die Schwankungen sind Folge von Schülerzahl-Überschätzungen, veränderten Schülerströmen, bezirklichen Zuweisungen aufgrund des Schulwahlverhaltens von Eltern, ggf. auch dem Ausgang eventueller Klagen vor dem Verwaltungsgericht, die nicht vorhersehbar waren. Notwendige Ausgleiche werden in den kommenden Wochen, wie gehabt, über Umsetzungen vorgenommen. Sollte dies im Einzelfall - etwa aufgrund besonderer Fächerkombinationen oder einer nur geringfügigen Abweichung - nicht möglich sein, sind weitere 60 befristete Einstellungen möglich. Diese sind bis jetzt wegen der Kalkulationsungenauigkeiten zurückgehalten worden. Teilweise sind Einstellungen noch nicht abschließend vollzogen, so dass an den Schulen mit Unterausstattung noch Lehrkräfte erwartet werden. Rein rechnerisch muss derzeit also von einer durchschnittlichen Ausstattung von 99,94 Prozent ausgegangen werden.

Wie in den Vorjahren ist es auch in diesem Jahr zu einer massiven Überschätzung der Zahl der Schülerinnen und Schüler in den Bezirken und Einzelschulen gekommen. Schulen haben über ganz Berlin betrachtet mit 4.000 Schülerinnen und Schülern mehr gerechnet als tatsächlich mit Schuljahresbeginn eingetroffen sind. Dies macht eine Fehlschätzung von rund 230 Stellen aus, die fälschlicherweise als fehlend dargestellt werden könnten.
Grund für die Überschätzung von Schülerzahlen sind vor allem Doppelanmeldungen, die die einzelnen Schulen nicht als solche identifizieren können. Erst der Abgleich mit anderen Schulen, z. B. durch die oben genannte Schnellabfrage, bringt einen Überblick über den Stand in ganz Berlin.
Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung geht mit ihrer Prognose davon aus, dass sich die tatsächliche Zahl der Schüler bis zur endgültigen Feststellung des Lehrbedarfs zum bekannten Stichtag am 01.11.2010 noch einmal um rund 1.000 Schüler (entspricht ca. 56 Vollzeiteinheiten/Lehrerstellen) reduzieren wird.
Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner (SPD): "Die Punktlandung bei der Lehrerausstattung zeigt, dass Schulen und Verwaltung Berlins verantwortungsvoll mit ihren Ressourcen umgehen. Die Unterrichtsversorgung über ganz Berlin betrachtet ist auskömmlich, Abweichungen an Einzelschulen werden mit Hilfe der Nachsteuerung behoben. Die Schwankungsbreite zwischen Schulen und zwischen einzelnen Bezirken ist zu groß. Zum kommenden Schuljahr wird der endlich möglich gewordene frühere Einstellungstermin eine bessere Planbarkeit ermöglichen."
Quelle: Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin
Grafiken zur Schülerzahlüberschätzung zur Schnellabfrage nach Regionen... »




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