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BERLIN

 

13.03.2009

13.03.2009 | Berlin/Heidelberg (dpa)

Mutmaßliche Mutter von totem Baby aus Container festgenommen

Wenige Tage nach der Entdeckung eines toten Babys in einem Altkleider-Container in Berlin haben Ermittler die mutmaßliche Mutter des kleinen Jungen festgenommen. Die 41-Jährige habe nach ersten Erkenntnissen den Säugling am 6. März gesund und voll entwickelt zur Welt gebracht und am nächsten Tag erstickt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Der Mutter wird Totschlag vorgeworfen. Sie sollte einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Frau war am Donnerstagabend gestellt worden.

Die Leiche des Babys war am Montagmorgen bei der Leerung des Containers von einem Mitarbeiter des Roten Kreuzes entdeckt worden. Der tote Junge war in ein Handtuch mit Häkelborte und einen Kopfkissenbezug gewickelt und in eine Plastiktüte gesteckt worden. Hinweise aus der Bevölkerung führten schließlich auf die Spur der 41-Jährigen, wie die Ermittler weiter mitteilten. Sie wohnt nahe des Fundortes. Ihre Schwangerschaft hatte sie geheim gehalten.

Immer wieder werden verlassene oder versteckte tote Babys entdeckt. Doch nicht immer gelingt es, die Mütter zu finden. So auch im Fall eines vor wenigen Tagen nahe Engen (Baden-Württemberg) entdeckten toten Babys. Am Freitag durchkämmten Einsatzkräfte dort das Waldstück rund um eine Grillhütte. In der Nähe der Hütte hatten Partygäste am vergangenen Sonntag die Leiche des Säuglings in einer Plastiktasche gefunden. Das kleine Mädchen hatte der Obduktion zufolge bei der Geburt gelebt.

Wohlbehalten wurde dagegen am Donnerstagabend ein in einem Weidenkorb unter einem Baum in Heidelberg ausgesetztes Neugeborenes entdeckt. Das kleine Mädchen sei abgesehen von einer Unterkühlung wohlauf, berichtete die Polizei am Freitag. Am Bauch des Säuglings, der nahe eines kirchlichen Gemeindezentrums entdeckt wurde, waren noch Teile der Nabelschnur. Von der Mutter fehlte zunächst jede Spur.

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