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BERLIN

 

16.09.2010 | Berlin

Aufnahme in Schulen geregelt - Eingangstest kommt

Berliner Grundschüler müssen beim Wechsel auf Sekundarschule oder Gymnasium künftig möglicherweise einen Test oder eine praktische Übung bestehen. Die Prüfung ist eine von vier Auswahlkriterien, die der Senat nun den weiterführenden Schulen vorgegeben hat. Orientieren können sich die Schulleiter demnach auch an der Durchschnittsnote der Grundschul-Förderprognose, an der Notensumme in den für das Profil ihrer Schule maßgeblichen Fächern oder an Fähigkeiten, die sich der Bewerber außerhalb der Grundschule angeeignet hat.

«Der Wohnort spielt von nun an keine Rolle mehr bei der Aufnahme», sagte Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) am Donnerstag. Die Schulen können auch mehrere Aufnahmekriterien kombinieren und unterschiedlich gewichten.

Damit setzt der Senat den letzten Baustein der Schulreform, mit der in diesem Sommer Haupt-, Real- und Gesamtschulen durch die neue Sekundarschule ersetzt wurden. Dabei gilt vom nächsten Schuljahr an: Gibt es an einer Sekundarschule oder einem Gymnasium mehr Anmeldungen als Plätze, gehen 10 Prozent an Härtefälle wie Geschwisterkinder, 60 Prozent werden per Auswahl vergeben und 30 Prozent verlost.

Besonders die Verlosung ist umstritten. Für die Schulen ist aber auch entscheidend, dass die Auswahlkriterien juristisch wasserdicht sind. Denn jedes Jahr klagen zahlreiche Eltern vor Gericht, wenn ihre Kinder Absagen von ihrer Wunschschule erhalten. Zöllner hat die neuen Aufnahmekriterien bislang nur den Sekundarschulen mitgeteilt, die Gymnasien sollen sie erst nächste Woche erfahren.

Quelle: dpa
20.08.2010 | Berlin

Berlins neues Schulsystem

Das Schulsystem der Hauptstadt ist vom neuen Schuljahr an nur noch zweigliedrig: Nach der Grundschule gehen Berliner entweder zum Gymnasium oder zur neuen Sekundarschule. Sie ersetzt Haupt-, Real-, und Gesamtschulen. Der Senat aus SPD und Linken will damit die Abbrecherzahlen senken und die der Abiturienten steigern. Außerdem soll der Bildungserfolg künftig weniger von der sozialen Herkunft abhängen.

In Bildungsstandards und Abschlüssen sollen Gymnasium und Sekundarschule gleichwertig sein. So bieten die Sekundarschulen neben allen anderen Abschlüssen auch das Abitur an, allerdings nach 13 Jahren. Am Gymnasium gibt es die Hochschulreife nach 12 Jahren, in Ausnahmefällen sogar nach 11.

Die Sekundarschulen sollen flächendeckend ganztags laufen und die Schüler mit Werkstätten und Praktika sowie flexiblen Stundentafeln praxisorientierter und individueller unterrichten. Dazu sollen sie besser mit Personal ausgestattet werden. Auch bei den Gymnasien wurde der Ganztagsbetrieb ausgebaut.

Parallel zu Gymnasium und Sekundarschule läuft das Pilotprojekt Gemeinschaftsschule weiter, ein Steckenpferd der Linken. Dabei wird in 17 Schulen erprobt, Schüler vom 1. bis 13. Schuljahr zusammen zu unterrichten.

Quelle: dpa

Pressemitteilung zum Schuljahr 2010/2011 als PDF... »

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