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BERLIN

 

24.09.2010 | Berlin

Pornografische Fotos im Gefängnis Tegel entdeckt

Im deutschlandweit größten Männergefängnis in Berlin-Tegel sind mehrere tausend kinderpornografische Fotos auf eingeschmuggelten Handys eines Sicherungsverwahrten entdeckt worden. Zwei Fotohandys, Ladekabel, Speicherkarten sowie andere technische Geräte wurden am Donnerstag bei der überraschenden Durchsuchung der Zelle des 49-Jährigen entdeckt, wie Justizsprecher Bernhard Schodrowski am Freitag mitteilte. Damit wurde ein Bericht der «Berliner Morgenpost» (Samstag) bestätigt.

Der 49 Jahre alte Mann war zu einer Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener verurteilt worden. Seit 2008 sitzt er nach Angaben der Justizverwaltung in Sicherungsverwahrung. Als besonders gefährlich eingestufte Gewalttäter kommen nach der regulär verbüßten Strafe nicht auf freien Fuß, sie bleiben in Sicherungsverwahrung hinter Gittern. Der Umgang mit solchen Tätern hatte zuletzt für kontroverse Diskussionen gesorgt.

Die Justizbediensteten fanden in Tegel mehrere Verstecke für das kinderpornografische Material in der Zelle des Häftlings, so auch einen Hohlraum in seinem Schreibtisch. Gegen den Mann sei umgehend ein neues Strafverfahren eingeleitet worden. Derzeit sei noch unklar, wie die Handys und anderen Geräte zu dem Mann hinter Gittern kamen. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln noch. Auch das Gefängnis Tegel untersuche den Vorfall, hieß es.

Quelle: dpa

www.berlin.de/jva-tegel

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