BERLIN


27.09.2010 | Potsdam
DFS-Sprecher: Flugbetrieb für Routen entscheidend
Durch verzögerte Startzeiten am künftigen Hauptstadtflughafen BBI ist eine Änderung der vorgesehenen Flugrouten möglich. Bei der jetzt von der Deutschen Flugsicherung (DFS) vorgesehenen Variante werde von zwei Starts in kurzem Abstand ausgegangen, sagte DFS-Sprecher Axel Raab am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Potsdam. Momentan sei in Schönefeld ein «unabhängiger Startbetrieb» geplant. Dies bedeute, Fluglotsen können die Maschinen von den parallel verlaufenden Bahnen starten lassen, wie sie wollen. Dies könne auch gleichzeitig sein.
Bei einem «abhängigen Betrieb» müsste zwischen den Starts eine gewisse Zeit vergehen. Wenn auf der einen Bahn ein Flugzeug abhebt, müsse auf der anderen Bahn die Maschine solange warten, bis es einen Abstand von drei Meilen gibt - etwa 5,5 Kilometer. Bis zum nächsten Start würden deshalb einige Minuten vergehen. Diese Variante sei natürlich eine Einschränkung, meinte Raab.

In der Region herrscht seit einiger Zeit Aufregung, weil nach einem ersten Vorschlag der DFS größere Teile Berlins und mehr märkische Orte überflogen werden könnten als angenommen. Nach dem vorgelegten Konzept sollen sich Flugzeuge, die parallel auf den Bahnen starten, jeweils in einem 15-Grad-Winkel voneinander entfernen. Dadurch rücken die Routen näher an Zehlendorf, Lichtenrade und weitere Berliner Stadtteile heran als bisher gedacht. Auch Gemeinden wie Kleinmachnow und Stahnsdorf wären betroffen. Bisher war davon ausgangen worden, dass die Flugzeuge nach dem Start geradeaus fliegen.
In München gibt es laut Raab trotz paralleler Starbahnen eine andere Variante: Auf der einen Bahn können Flugzeuge geradeaus fliegen, weil Maschinen der anderen Startbahn immer eine scharfe Kurve in Richtung Süden beschreiben. Wäre dies in Schönefeld der Fall, würden zahlreiche Gebiete stark in Mitleidenschaft gezogen. «Das wäre dann für einige Orte sehr unangenehm», sagte der DFS-Sprecher.
Quelle: dpa
Deutsche Flugsicherung: www.dfs.de
Bürgerverein Brandenburg-Berlin: www.bvbb-ev.de
Schallschutzprogramm BBI: www.berlin-airport.de/DE/GruenerFlughafen/Fluglaerm/FLmessung/SXF.html
27.09.2010 | Berlin
Wie hoch sind die BBI-Jets über ...?
Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat Details ihrer geplanten Flugrouten vom künftigen Hauptstadtflughafen BBI vorgestellt. Für diese Brandenburger Gemeinden und Berliner Stadtbezirke nennen die Karten nach Grobplanung folgende Flughöhen:

Startrichtung Westen:
- Blankenfelde-Mahlow 600 Meter
- Stahnsdorf 1500 Meter
- Wannsee 2400 Meter
- Schmargendorf 3000 Meter
- Neukölln-Nord 3600 Meter
- Gropiusstadt 3000 Meter
Startrichtung Osten:
- Waltersdorf 600 Meter
- Erkner 1500 Meter
- Herzfelde 2400 Meter
- Altlandsberg 3000 Meter
- Marzahn 3600 Meter
- Gropiusstadt 3000 Meter
(Quelle: Deutsche Flugsicherung)




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