BERLIN
17.03.2009

17.03.2009 | Berlin (dpa)
Toter in Charité-Toilette - Mann starb an Überdosis Heroin
Der Mann, der vergangene Woche tot auf einer Toilette der Charité in Berlin gefunden wurde, starb anscheinend an einer Überdosis Heroin. Zu diesem ersten Ergebnis sei eine toxikologische Untersuchung der Leiche gekommen, sagte Justizsprecher Michael Grunwald der "Berliner Zeitung" (Dienstag). "Weitere Obduktionsergebnisse stehen noch aus." Mehrere Tage lang hatte der 29-jährige Mann tot auf einer Toilette des Virchow-Klinikums gelegen, bis Reinigungskräfte die Leiche, die bereits Anzeichen von Verwesung aufwies, fanden.
Der 29-Jährige aus Dresden war nach Angaben der Klinik am Abend des 6. März - also rund fünf Tage vor dem Fund der Leiche - auf dem Klinik-Gelände bemerkt und in die Notaufnahme gebracht worden. Bei ihm wurde ein Spritzbesteck gefunden. Der Mann verweigerte jedoch eine weitere Behandlung und verließ die Station. Was danach geschah, ist bislang unklar.
Ende Dezember war in Thüringen ein ähnlicher Fall bekanntgeworden. Kurz vor Silvester wurde in dem Sophien- und Hufelandklinikum in Weimar eine 20-Jährige gefunden, die ebenfalls tagelang unbemerkt tot in einer Toilette gelegen hatte.




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