BERLIN

26.10.2010 | Berlin
280.000 Berliner unterzeichnen Wasser-Volksbegehren
Ein neuer Volksentscheid in der Hauptstadt wird immer wahrscheinlicher: Die Initiatoren des Berliner Wasser-Volksbegehrens haben am Mittwoch rund 280 000 Unterschriften für faire Wasserpreise eingereicht. Wie Sprecher Thomas Rudek berichtete, wurde damit die Zahl der erforderlichen 172 000 Unterschriften deutlich überschritten.
Die Initiatoren des Volksbegehrens fordern eine Offenlegung der Verträge, mit denen die Berliner Wasserbetriebe 1999 teilweise privatisiert wurden. Aus ihrer Sicht treibt die Rendite für private Besitzer die Wasserpreise in Berlin in die Höhe. Ob es zu einem Volksentscheid kommt, soll am 9. November bekanntgegeben werden.

Erkennt die Landeswahlleiterin die eingereichten Unterschriften an, muss der Volksentscheid innerhalb der folgenden vier Monate stattfinden. Für eine Offenlegung der umstrittenen Wasserverträge müssen dann voraussichtlich 610 000 bis 620 000 Berliner stimmen. «Wir wollen eine Wasserversorgung, die nur die real anfallenden Kosten deckt», sagte Rudek. Mittelfristig könnten die Berliner Wasserpreise nach Ansicht der Initiatoren des Behrens um rund 30 Prozent sinken.
Quelle: dpa
Landesabstimmungsleiterin: www.wahlen-berlin.de
Initiative: http://berliner-wassertisch.net




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