BERLIN

10.11.2010 | Berlin
Berliner fühlen sich besonders krank
Die Berliner fühlen sich im bundesweiten Vergleich am schlechtesten: Jeder Fünfte bewertet seinen gegenwärtigen Gesundheitszustand als schlecht. Das geht aus einer repräsentativen Studie der DAK hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Jeder Dritte in der Hauptstadt hat zudem Angst vor psychischen Erkrankungen. Das ist ebenfalls bundesweiter Spitzenwert. Besonders schwach ist auch der Zuspruch zur kostenlosen Früherkennung: Nur die Hälfte der Berliner geht deshalb zum Arzt. Bundesweit hatte das Forsa-Institut für die DAK gut 3000 Männer und Frauen befragt.

Die meisten Berliner (65 Prozent) haben Angst vor Krebs. Gut die Hälfte der Befragten fürchtet aber auch Unfälle, Schlaganfälle und Demenz. «Bei Frauen ist die Sorge vor Krankheiten stärker ausgeprägt als bei Männern», sagt DAK-Landeschef Herbert Mrotzeck. «Frauen haben ein anderes Gefühl für ihren Körper, was sich positiv bei der Gesundheitsvorsorge auswirkt.»
Laut Umfrage gehen bundesweit drei von vier Frauen zur Krebsfrüherkennung, aber nur knapp die Hälfte der Männer. Berlin ist bei den Vorsorgeuntersuchungen Schlusslicht. 80 Prozent der Befragten gaben an, zum Gesundbleiben lieber regelmäßig Sport zu treiben. Etwa drei Viertel nannten geringeren Alkoholkonsum und gesunde Ernährung.
Quelle: dpa
Vor diesen Krankheiten haben die Berliner am meisten Angst:

Krebs (65 Prozent)
Unfall mit Verletzungen (53 Prozent)
Schlaganfall (52 Prozent)
Alzheimer / Demenz (51 Prozent)
Herzinfarkt (44 Prozent)
Bandscheibenvorfall (35 Prozent)
Psychische Erkrankung (35 Prozent)
Schwere Lungenerkrankung (28 Prozent)
Diabetes (20 Prozent)
Geschlechtskrankheit (11 Prozent)




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