• PROGRAMM
  • AKTUELL
  • MEDIATHEK
  • MUSIK
  • SERVICE
  • BERLIN
  • KONTAKT

Anmelden

  • Berlin

  • Deutschland/Welt

  • Sport

  • Polizei Aktuell

  • Rückrufaktionen

  • Jochens Hertha-Tipp

  • BER Aktuell

  • Berlinale

  • Jahresrückblick 2011

  • FIFA Frauen-WM 2011

  • Startseite
  • Aktuell
  • Berlin
  • Berliner Schulen

BERLIN

 

24.11.2010 | Berlin

Senat will Schul-Testergebnisse veröffentlichen

Leistungsdaten im Internet, verpflichtende Lehrer-Fortbildung und Fußballkarten für gute Schüler: Bildungssenator Zöllner hat sein «Qualitätspaket» für die Schulen präsentiert. Die sind nicht gerade beglückt.

 

Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) will die Leistungsdaten Berliner Schulen im Internet veröffentlichen. Die Schulen sollen Inspektionsberichte der Schulaufsicht und ihr Abschneiden bei Vergleichsarbeiten auf ihre Seiten stellen. Das Vorhaben zählt zu einer Reihe von Vorschlägen, mit denen Zöllner die Qualität der Berliner Schulen verbessern will. Die Veröffentlichung der Daten solle kein Ranking der Schulen untereinander zulassen, sagte Zöllner am Mittwoch. Ziel seien Aufschlüsse über schulische Ergebnisse und die soziale Zusammensetzung der Schüler. Kritik kam von der Lehrergewerkschaft GEW.

Die Leistungen der Schüler in Einzelfächern wie etwa Englisch und Mathematik könnten dann mit dem Durchschnitt anderer Schulen mit ähnlicher Klientel verglichen werden. Dafür sollen die Schulen etwa nach Anzahl der betreuungsintensiven Schüler in Gruppen eingeteilt werden. Hierzu zählt Zöllner Schüler mit nicht-deutscher Herkunftssprache oder Kinder aus einkommensschwachen Familien.

Zöllner schlägt vor, dass Lehrer ihrer Fortbildungspflicht besser nachkommen sollen und sich in mindestens sechs Doppelstunden pro Schuljahr weiterbilden müssen. Der Bedarf soll vom Schulleiter festgelegt werden.

Der Bildungssenator will auch mehr Anerkennung für Schüler und Lehrer ermöglichen. Besonders Grundschulen mit vielen betreuungsintensiven Schülern sollen dafür auch zusätzliches Geld bekommen, um etwa die besten Schüler mit Freikarten für ein Fußballspiel oder Sammelkarten zu belohnen. Zöllner sprach von zusätzlichen Kosten für das gesamte «Qualitätspaket» von mehreren hunderttausend Euro, etwa auch für zusätzliche Fachlehrer.

Peter Sinram, Sprecher der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), kritisierte den Vorschlag des Senats. «Herr Zöllner verlagert das Geld zurück an die Schulen und kann dann zusehen, wie die Einzelschule damit umgeht». Damit gebe er auch die Verantwortung ab. Das Geld für Freikarten sei besser in Psychologen und Sozialarbeiter angelegt. Kritik hatte es zuvor auch vom Grundschulverband gegeben, der «Datengläubigkeit» und mögliche Rankings fürchtet. Auch der Schulleiterverband Berufliche Bildung Berlin war wenig begeistert. «Unterrichtsqualität und Lernerfolg lassen sich nicht zentral anordnen und kaum kontrollieren.»

Quelle: dpa

Zur Pressemitteilung... »

Kommentare

Mediathek
  • Impressum
  • AGB
  • Werbung
  • Newsletter
  • Kontakt
  • Linktipps
  • Datenschutz
  • Sitemap