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BERLIN

 

16.12.2010 | Berlin

BVG will Brandlöschanlagen für alle Busse

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen nach einer Reihe von Busbränden alle 1300 Busse der Flotte mit Brandlöschanlagen ausrüsten. Momentan liefen Gespräche, ob sich die Hersteller an den Kosten in Höhe von acht Millionen Euro beteiligten, sagte BVG-Chefin Sigrid Nikutta am Donnerstag in Berlin. Allein in diesem Jahr hatten drei BVG-Busse im Motorraum Feuer gefangen, woraufhin die Wartung der Fahrzeuge neu organisiert wurde. Eine Sonderuntersuchung von 91 Mercedes-Bussen des Typs Citaro mit Baujahr 2002, die besonders häufig brannten, sei fast abgeschlossen. Bis Weihnachten sollten alle Busse wieder im Einsatz sein.

Die Pläne sind Teil eines umfangreichen Maßnahmenpakets der BVG. Demnach sollen die Untersuchungen, die an den Citaro-Bussen vorgenommen wurden, künftig auf die gesamte Flotte ausgeweitet werden. Zudem werden die Prüfintervalle der Busse von sechs auf vier Wochen verkürzt, berichtete Nikutta.

Um den Ausfall von Fahrzeugen aufzufangen, will das Unternehmen zusätzliche Fahrzeuge mieten. Bis zum Jahresende sollen zu den bereits 35 gemieteten Bussen noch zehn dazukommen. Dafür ist auch zusätzliches Personal geplant. Zu den derzeit rund 500 Mitarbeitern sollen dann 30 weitere Kräfte kommen. Zudem wurden bereits 20 Zeitarbeiter bereits eingestellt. Insgesamt rechnet BVG-Chefin Nikutta für das Maßnahmenpaket mit Kosten von bis zu 18 Millionen Euro. Die geplanten Brandlöschanlagen sind darin noch nicht enthalten, da die finanzielle Beteiligung der BVG noch unklar ist.

«Ich gehe davon aus, dass sich da alle Hersteller kooperativ zeigen», sagte Nikutta. Bundesweit hätten in diesem Jahr rund 400 Busse gebrannt. Die Vorfälle in Berlin seien «ernst zu nehmen, aber kein Massenphänomen», sagte die BVG-Chefin. Bis wann die gesamte Flotte mit Brandlöschanlagen ausgerüstet werden soll, ist aber noch unklar. Der Einbau soll «in sehr abgestimmten Zeitabständen» in Zusammenarbeit mit den Herstellern erfolgen.

Quelle: dpa

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