BERLIN
23.03.2009

23.03.2009
Erneutes Feuer in Moabiter Wohnhaus +++ Eine verletzte Person +++ Suche nach Täter
Erst starb eine 56-jährige Frau nach einem Feuer in einem Wohnhaus in Berlin-Moabit - jetzt hat es in demselben Gebäude in der Huttenstraße erneut gebrannt. Ein Mensch musste mit Herzschmerzen ambulant behandelt werden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Möglicherweise habe am Samstagabend Papier auf der Treppe im fünften Stock des Seitenflügels gebrannt.
Schon im Januar brannte es in dem Haus zweimal. Das Landeskriminalamt arbeite unter Hochdruck, sagte der Sprecher. "Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen." Es sei davon auszugehen, dass alle Brände vom demselben Brandstifter gelegt worden seien.
Die 56-jährige Frau war an ihren schweren Verletzungen in einer Klinik gestorben. Ein unbekannter Brandstifter hatte am vergangenen Montag Feuer im Keller des Wohnhauses gelegt. In der Nacht zum Dienstag brach das Feuer erneut aus und fraß sich durch die Stockwerke des Altbaus. Nachbarn entdeckten die Flammen und alarmierten die Feuerwehr. Drei Personen konnten über Leitern und das Treppenhaus gerettet werden.
Nun sucht die Polizei nach Zeugen. Es sei noch nicht geklärt, ob es sich um einen oder mehrere Täter handele. Ein Zeitungsmann glaubt, das Motiv des Täters / der Täter sei Hass auf den Vermieter. Der Besitzer eines benachbarten Dönerladens vermutet, dass es sich bei dem Brandstifter um einen Mann aus dem Haus handelt. Nach Informationen unseres Spreeradio-Reporters Matthias Gindorf sind einige Nachbarn so verängstigt, dass sie schon aus den Wohnungen ausziehen.




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