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BERLIN

 

06.01.2011 | Berlin

Missbrauch im Klinikum - Verdächtiger von Haft verschont

Ein Pfleger aus dem Berliner Helios-Klinikum, dem sexueller Kindesmissbrauch vorgeworfen wird, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Der 27-Jährige werde von der Haft aus medizinischen Gründen verschont - er sei in einem sehr schlechten gesundheitlichen Zustand, sagte Staatsanwalts-Sprecher Martin Steltner am Donnerstag. Der mutmaßliche Täter könne keine neuen Straftaten begehen und auch nicht flüchten. Damit wurde ein Bericht der «Berliner Morgenpost» (Freitag) bestätigt. Nach Informationen der Zeitung wird der Mann nun in einer Reha-Einrichtung behandelt.

Der mutmaßliche Täter, der sich auch an einem betäubten Jungen auf der Intensivstation vergangen haben soll, hatte in der Untersuchungshaft versucht, sich das Leben zu nehmen. Er lag danach im Koma.

Laut Staatsanwaltschaft hat der 27-Jährige fünf Missbrauchsfälle eingeräumt. Er soll sich an kleinen Jungen vergangen und Filmaufnahmen gemacht haben. Vier Geschädigte seien ermittelt worden. Ob es weitere Fälle und Opfer gibt, werde noch ermittelt, so der Sprecher. Dazu würden auch Handys ausgewertet. Nach den bekanntgewordenen Fällen hatten sich mehrere dutzend besorgte Eltern bei der Telefon-Hotline des Krankenhauses gemeldet.

Der Pfleger arbeitete seit Oktober 2009 auf der Kinderintensivstation. Er war Mitte Dezember festgenommen worden. Zuvor hatte ein mutmaßlich betroffener Junge seinen Eltern von den Taten erzählt.

Quelle: dpa

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